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Warum Relaxer-Haar schneller bricht – und wie pH Plex molecular die Bindungen repariert

April 21, 2026

Chemische Relaxer brechen bei pH-Werten von 12–14 die stärksten Bindungen der Haarfaser auf und verwandeln sie dauerhaft in eine instabilere Form – das ist der eigentliche Grund, warum relaxiertes Haar anfälliger für Bruch, Trockenheit und Elastizitätsverlust ist. pH Plex setzt hier mit einem weltweit patentierten Malic Acid Complex an, der nicht nur Disulfidbrücken adressiert, sondern an alle 21 Aminosäuren des Keratins bindet und so die Faser auf molekularer Ebene wieder stabilisiert.

Die Haarstruktur: Drei Bindungstypen als Fundament

Jedes Haar verdankt seine Festigkeit einem feinen Zusammenspiel aus drei Bindungsarten: Wasserstoffbrücken, die beim Nasswerden gelöst und beim Trocknen neu gebildet werden, Salzbrücken (ionische Bindungen), die empfindlich auf pH-Wert-Änderungen reagieren, und Disulfidbrücken (Schwefelbrücken) als stärkste natürliche Bindungen, die nur durch chemische Einwirkung oder extreme Hitze gespalten werden können. Diese Disulfidbrücken zwischen Cystein-Resten der Keratinketten sind entscheidend für Strukturintegrität, Zugfestigkeit und Elastizität.

Was ein Relaxer chemisch wirklich tut

Ein klassischer Lauge-Relaxer (Natriumhydroxid) oder laugenfreier Relaxer (Calciumhydroxid mit Guanidincarbonat) arbeitet bei einem pH-Wert von 12 bis 14 – einem Bereich, der mit Abflussreinigern vergleichbar ist. Der Prozess läuft in drei Schritten ab: Quellung der Fasern durch die hohe Alkalität, Spaltung der Disulfidbrücken über eine Lanthionin-Bildung (eine irreversible chemische Umwandlung) und anschließende Neuordnung der Proteinstruktur in gestreckter Form. Anders als bei der Dauerwelle bricht der Relaxer die Disulfidbrücke nicht symmetrisch zwischen den beiden Schwefelatomen, sondern erzeugt eine dauerhaft veränderte Aminosäure.

Warum relaxiertes Haar schneller bricht

Die chemische Umwandlung wirkt sich direkt auf die mechanischen Eigenschaften aus: Durch die extreme Alkalität quillt die Faser, die Cuticula-Schuppenschicht wird angegriffen, und die innere Cortex-Struktur verliert an Elastizität. Gleichzeitig werden Lipide und Feuchtigkeit aus dem Haar gespült, wodurch die Fasern trocken, spröde und porös werden. Das Resultat ist ein vermindertes Dehnvermögen – relaxiertes Haar „bricht“ bereits bei Belastungen, die gesundes Haar problemlos aushalten würde, etwa beim Kämmen, Stylen oder Zusammenbinden. Bei dauerhafter Anwendung steigt zudem das Risiko für narbende Alopezie, eine irreversible Schädigung der Haarfollikel.

Der pH Plex molecular-Ansatz: Äpfelsäure statt Einzelpunkt-Reparatur

pH Plex nutzt einen weltweit patentierten Malic Acid Complex auf Basis von Sodium Malate (Äpfelsäure), einer natürlichen Alpha-Hydroxysäure. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Bond-Buildern: Während Olaplex (Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate) und Epres (Diethylhexyl Maleate) primär an Cystein-Resten und den klassischen Disulfidbrücken ansetzen, bindet Äpfelsäure an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins Keratin. Genau dieser breite Angriffspunkt ist für relaxiertes Haar relevant, weil dort nicht nur Disulfidbrücken, sondern das gesamte Aminosäure-Gefüge durch die Lanthionin-Bildung gestört ist.

Die Wirkstoff-Architektur im Detail

Die Formulierung kombiniert Reparatur-, Schutz- und Pflegekomponenten, die gezielt auf chemisch gestresstes Haar abgestimmt sind:

  • Sodium Malate (Äpfelsäure) als Kernwirkstoff, der an alle 21 Aminosäuren bindet und die Faser molekular neu vernetzt
  • Tocopherol (Vitamin E) für antioxidativen Schutz gegen freie Radikale, die bei Relaxer-Behandlungen entstehen
  • Glycine, eine körpereigene Aminosäure zur Stabilisierung der Proteinketten
  • Amodimethicone und Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride zur Glättung der angegriffenen Cuticula und Verbesserung der Kämmbarkeit
  • Citric Acid zur pH-Regulierung, um die Faser nach dem alkalischen Relaxer wieder in einen physiologischen pH-Bereich zu bringen
  • Cetyl Alcohol und Polyquaternium-37 für Geschmeidigkeit und gleichmäßige Verteilung im Haar

Die Rezeptur ist vegan, tierversuchsfrei, dermatologisch getestet und frei von DEA, Aldehyden, Formaldehyd und Sulfaten.

pH Plex vs. Olaplex vs. Epres – der wissenschaftliche Vergleich

KriteriumpH PlexOlaplexEpres
KernwirkstoffSodium Malate / Äpfelsäure (natürliche AHA) Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate (synthetisch) Diethylhexyl Maleate (synthetisch) 
WirkbreiteBindet an alle 21 Aminosäuren des Keratins Primär Disulfidbrücken (Cystein) Primär Disulfidbrücken 
PatentstatusWeltweit patentiert Patentiert Patent angemeldet 

Warum der Malic-Acid-Ansatz bei Relaxer-Haar besonders passt

AHAs wie Äpfelsäure sind molekular klein genug, um tief in den Cortex einzudringen und dort verlorene Bindungen wieder aufzubauen – ein Mechanismus, der auch in anderen modernen Reparatursystemen als Schlüssel zur Wiederherstellung innerer Haarstruktur gilt. Weil Relaxer-Haar nicht nur Disulfidbrücken verliert, sondern über die Lanthionin-Bildung die gesamte Proteinarchitektur umbaut, braucht es einen Wirkstoff, der nicht nur an Cystein, sondern am gesamten Aminosäure-Spektrum ansetzt – genau die Lücke, die pH Plex mit Sodium Malate schließt. In Kombination mit dem pH-regulierenden Puffer und der Cuticula-Glättung adressiert die Formulierung damit beide Ebenen des Relaxer-Schadens: die innere Vernetzung und die äußere Schutzschicht.

Anwendung im Salonalltag

Bond-Repair-Behandlungen wirken am besten strukturell und regelmäßig: Stark chemisch behandeltes Haar – dazu zählt relaxiertes Haar ausdrücklich – profitiert von ein- bis zweimaliger Anwendung pro Woche, bei moderatem Schaden reicht eine wöchentliche Nutzung. Für Relaxer-Kunden empfiehlt sich der Einsatz von pH Plex 1 Protect direkt im Relaxer-Prozess, um die Schädigung zu minimieren, sowie pH Plex 2 Repair und 3 Bond Maintainer in der Nachbehandlung zur kontinuierlichen Stabilisierung der Faser.

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