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Disulfidbindungen im Haar

Haarglättung: Methoden, Chemie und was dein Haar wirklich durchmacht

April 15, 2026

Glatte, geschmeidige Haare sind für viele ein Traum – doch hinter jeder Haarglättung steckt komplexe Chemie. Ob chemische Relaxer, Keratinglättung oder japanische Methode: Jedes Verfahren greift auf unterschiedliche Weise in die Haarstruktur ein. Dieser Artikel erklärt wissenschaftlich fundiert, welche Methoden es gibt, wie sie wirken und welche Risiken bestehen.

Wie ist das Haar aufgebaut?

Um zu verstehen, wie Haarglättung funktioniert, muss man den Aufbau der Haarfaser kennen. Haar besteht hauptsächlich aus dem Protein Keratin, das durch verschiedene chemische Bindungen stabilisiert wird. Die drei wichtigsten Bindungstypen im Haar sind:

  • Wasserstoffbrücken – werden beim Nasswerden gelöst und beim Trocknen neu gebildet; sie sind die Grundlage des einfachen Föhn-Stylings
  • Salzbrücken (ionische Bindungen) – reagieren empfindlich auf pH-Wert-Veränderungen
  • Disulfidbrücken (Schwefelbrücken) – die stärksten natürlichen Bindungen im Haar, die nur durch chemische Einwirkung oder extreme Hitze aufgebrochen werden können

Insbesondere die Disulfidbrücken bestimmen die natürliche Form des Haares – ob glatt, wellig oder lockig. Alle dauerhaften Glättungsverfahren zielen darauf ab, genau diese Brücken aufzubrechen und in einer neuen, geraden Konfiguration wieder zu schließen.

Die fünf Methoden der Haarglättung im Überblick

Laut dem wissenschaftlichen Standardwerk von Robbins (2012) und aktueller Salonpraxis lassen sich fünf grundlegende Verfahren unterscheiden:

Alkalische Haarglättung (Relaxer)

Alkalische Glättungsmittel – sogenannte Relaxer – enthalten stark basische Substanzen wie Natriumhydroxid (NaOH), Lithiumhydroxid (LiOH) oder Calciumhydroxid (Ca(OH)₂). Diese Produkte werden als Cremes auf das Haar aufgetragen und mit einem Kamm durchgezogen, wobei das Haar in eine glatte Form gebracht wird. Der chemische Prozess beinhaltet:

  1. Quellung der Fasern durch die hohe Alkalität (pH 12–14)
  2. Spaltung der Disulfidbrücken durch Lanthionin-Bildung – eine irreversible chemische Umwandlung
  3. Neuordnung der Proteinstruktur in gestreckter Form

Ein entscheidender Unterschied zu anderen Methoden: Die Lanthionin-Bildung ist nicht umkehrbar. Das bedeutet, einmal alkalisch geglättetes Haar kann nicht mehr in seinen Ursprungszustand zurückkehren. Die Behandlung liefert zwar dauerhaft glattes Haar, verursacht aber erhebliche Strukturschäden – darunter Superkontraktion von über 35%, was auf massive Schädigung der Faserarchitektur hindeutet.

Reduktive Haarglättung (Thioglykolat-basiert)

Die reduktive Methode funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie die Dauerwelle, nur dass das Haar statt auf Wickler in eine glatte Form gebracht wird. Thioglykolat-basierte Produkte brechen die Disulfidbrücken durch eine Reduktionsreaktion, gefolgt von einer Oxidation (Neutralisation) mit Wasserstoffperoxid, die die Brücken in der neuen Position fixiert.

EigenschaftAlkalische GlättungReduktive Glättung
WirkstoffNaOH, LiOH, Ca(OH)₂Thioglykolat
pH-Wert12–148,5–9,5
BindungsänderungLanthionin (irreversibel)Disulfid-Neuordnung
Neutralisation nötigNein (nur Spülung)Ja (Oxidationsmittel)
SchädigungspotenzialSehr hochModerat 

Die wissenschaftlichen Daten zeigen, dass reduktive Glättung weniger Schäden verursacht als alkalische Relaxer. Robbins (2012) berichtet, dass alkalisch geglättetes Haar bei Ermüdungstests 38% Versagensrate aufwies, während reduktiv geglättetes Haar nur 10% Versagensrate zeigte – bei unbehandeltem Haar waren es lediglich 4%.

Keratinglättung (Brasilianische Methode)

Die Keratinglättung – auch als Brazilian Blowout bekannt – ist eine thermo-chemische Behandlung, bei der ein keratinhaltiges Produkt auf das Haar aufgetragen und anschließend mit einem Glätteisen bei hoher Temperatur (ca. 230 °C) eingearbeitet wird. Das Keratin legt sich um die Haarfaser, füllt Schäden in der Schuppenschicht auf und versiegelt die Oberfläche.

Im Gegensatz zu alkalischen Relaxern verändert die Keratinbehandlung die innere Struktur des Haares nicht dauerhaft. Der Effekt wäscht sich nach 4–5 Monaten allmählich aus. Die Keratinglättung gilt als haarschonender, da sie das Haar mit Proteinen stärkt statt chemisch aufzubrechen.

Vorsicht Formaldehyd: Einige Keratin-Produkte enthalten Formaldehyd oder Formaldehyd-freisetzende Substanzen wie Methylenglykol, die beim Erhitzen freigesetzt werden und gesundheitsschädlich sein können. Das wissenschaftliche Dokument weist ausdrücklich auf diese Problematik hin. Achte daher beim Kauf auf formaldehydfreie Formulierungen.

Japanische Haarglättung (Thermal Reconditioning)

Die japanische Methode – auch Yuko oder Thermal Reconditioning genannt – kombiniert chemische Reduktion mit Hitzebehandlung. Der Prozess umfasst mehrere Schritte:

  1. Auftragen einer Reduktionslösung (Thioglykolat-basiert)
  2. Einwirkzeit und Spülung
  3. Glätten mit einem Ionen-Glätteisen bei kontrollierter Temperatur
  4. Auftragen eines Neutralisationsmittels zur Fixierung

Die Forschung zeigt, dass diese Methode eine dauerhafte Glättung erreicht, wobei etwa 40% des ursprünglichen Cystin-Gehalts im geglätteten Haar erhalten bleibt und zusätzlich ca. 10% Cystin als Cysteinsäure nachweisbar ist – was auf oxidative Schädigung hindeutet. Die Methode ist materialintensiv und kostet im Salon typischerweise 300–500 €.

Thermische Glättung (Glätteisen)

Die einfachste Form der Haarglättung ist das Glätten mit einem Glätteisen oder Föhn. Hierbei werden lediglich die Wasserstoffbrücken im Haar temporär gelöst und in gerader Form neu gebildet. Die Disulfidbrücken bleiben intakt, weshalb der Effekt nur bis zur nächsten Haarwäsche anhält.

Regelmäßige Anwendung hoher Temperaturen kann jedoch zu kumulativen Schäden führen, da bei Temperaturen über 185 °C auch Disulfidbrücken teilweise geschädigt werden.

Wie Haarglättung das Haar schädigt

Alle chemischen Glättungsmethoden verursachen in unterschiedlichem Ausmaß Haarschäden. Die wissenschaftliche Forschung identifiziert mehrere Schadensmechanismen:

  • Cuticulaschäden: Die äußere Schuppenschicht wird aufgebrochen, was zu Rauheit und Glanzlosigkeit führt
  • Proteinverlust: Durch die chemische Behandlung werden Proteine aus dem Haarinneren herausgelöst
  • Superkontraktion: Bei alkalischer Glättung schrumpfen die Fasern um mehr als 35%, was auf massive Strukturzerstörung hindeutet
  • Erhöhte Porosität: Geglättetes Haar nimmt Farbstoffe schneller auf als unbehandeltes Haar, was auf eine porösere Struktur schließt
  • Bruchgefahr: Ermüdungstests zeigen, dass alkalisch geglättetes afrikanisches Haar deutlich spröder ist und leichter bricht als unbehandeltes Haar derselben Quelle

Besonders kritisch: Alkalische Relaxer sind laut Robbins die am häufigsten beklagten Haarprodukte überhaupt, da sie Haarbruch und Verätzungen der Kopfhaut verursachen können.

Welche Methode ist die richtige?

Die Wahl der Glättungsmethode hängt vom Haartyp, dem gewünschten Ergebnis und der Risikobereitschaft ab:

  • Leicht welliges Haar: Keratinglättung oder thermisches Glätten reichen oft aus
  • Stark krauses Haar: Reduktive Glättung oder japanische Methode für dauerhafte Ergebnisse
  • Geschädigtes Haar: Keratinglättung bevorzugen, da sie das Haar pflegt statt zu schädigen; alkalische Relaxer vermeiden
  • Temporärer Effekt gewünscht: Glätteisen mit Hitzeschutz verwenden

Tipps zur Pflege nach der Haarglättung

Unabhängig von der gewählten Methode ist die richtige Nachpflege entscheidend für die Haltbarkeit des Ergebnisses und die Haargesundheit:

  • Sulfatfreie Shampoos verwenden, um die Behandlung nicht vorzeitig auszuwaschen
  • Regelmäßig Feuchtigkeitsmasken und Conditioner mit Keratin anwenden
  • Hitze auf ein Minimum reduzieren und stets Hitzeschutz verwenden
  • Nach chemischer Glättung mindestens 72 Stunden keine Haarwäsche durchführen
  • Bond-Building-Treatments nutzen, um geschädigte Disulfidbrücken zu reparieren

Fazit: Wissenschaft trifft Schönheit

Die Haarglättung ist ein komplexer chemischer Prozess, der – richtig angewendet – zu wunderschönen Ergebnissen führen kann. Die Forschung zeigt jedoch eindeutig, dass schonendere Methoden wie die Keratinglättung deutlich weniger Schäden verursachen als aggressive alkalische Relaxer. Wer sich für eine dauerhafte Glättung entscheidet, sollte stets einen erfahrenen Friseur aufsuchen und auf die Inhaltsstoffe der verwendeten Produkte achten – insbesondere auf formaldehydfreie Formulierungen.

Blondierung ohne Reue: Der ultimative Guide für Heimanwender – pH Plex als einziges Profi-Plex für zu Hause

April 14, 2026


Schritt-für-Schritt-Anleitung für strahlendes Blond ohne Haarschäden


Was dich in diesem Guide erwartet

Blondieren zu Hause – das klingt verlockend, birgt aber echte Risiken: brüchiges Haar, ungewollte Gelbstiche, trockene, porös gewordene Strähnen. Der Schlüssel, der professionelle Ergebnisse auch für Heimanwender ermöglicht, heißt pH Plex – das erste und einzige Profi-Plex-System, das speziell für die Anwendung zu Hause entwickelt wurde. Dieser Guide führt dich Schritt für Schritt durch die richtige Vorbereitung, die Blondierung selbst und die Nachpflege – damit du dein Wunsch-Blond erreichst, ohne dein Haar zu opfern.


Was passiert mit dem Haar beim Blondieren?

Um Fehler zu vermeiden, lohnt es sich, kurz zu verstehen, was beim Blondieren chemisch passiert. Jedes Haar besteht zu über 90% aus α-Keratin, einem Faserprotein aus langen, ineinandergedrehten Aminosäureketten. Diese Aminosäuren sind durch verschiedene Bindungstypen miteinander vernetzt – allen voran die Disulfidbindungen (Schwefelbrücken), die dem Haar seine mechanische Festigkeit geben.

Blondiermittel sind hochalkalisch und arbeiten bei einem pH-Wert von 9 bis 12. Bei diesen Werten öffnet sich die Schuppenschicht (Cuticula) des Haares, Farbpigmente (Melanin) werden aufgelöst, Proteine abgebaut und das Haar wird porös und bruchempfindlich. Das Haar und die Kopfhaut haben dagegen einen natürlichen, leicht sauren pH-Wert von ca. 4,5 bis 5,5 – je näher eine Behandlung an diesen Bereich zurückgeführt wird, desto stabiler bleibt die Haarstruktur.

Fazit: Ohne Schutzmaßnahmen verlässt jede Blondierung die Haarfaser geschwächt, porös und feuchtigkeitsarm – mit dem richtigen System lässt sich das jedoch effektiv verhindern.


Warum pH Plex? Das einzige Profi-Plex für Heimanwender

Seit Olaplex 2014 den Begriff „Bond-Builder“ etablierte, ist ein riesiger Markt entstanden. Doch pH Plex setzt einen grundlegend anderen Ansatz um – und ist das erste und einzige System, bei dem Schritt 1 explizit für Heimanwender geeignet ist.

Das patentierte Wirkprinzip: Malic Acid Complex

Der Kern von pH Plex ist der weltweit patentierte Malic Acid Complex – Äpfelsäure (INCI: Sodium Malate), eine natürliche Alpha-Hydroxysäure. Der entscheidende Unterschied zu anderen Plex-Produkten wie Olaplex:

  • Andere Bond-Builder (Olaplex, K18, Epres) konzentrieren sich auf die Reparatur von Disulfidbrücken – sie setzen primär an einer einzigen Aminosäure an: Cystein
  • pH Plex bindet durch seinen Malic Acid Complex an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins Keratin

Das bedeutet: Wo herkömmliche Bond-Builder „eine einzelne Schraube reparieren“, repariert pH Plex das gesamte Gerüst der Haarfaser.

Aktives pH-Management – ein Alleinstellungsmerkmal

Ein weiterer entscheidender Vorteil: pH Plex steuert aktiv den pH-Wert während der gesamten Behandlung:

  • Schritt 1 (Protect): pH-Wert ca. 9,0 – passt exakt zum Milieu von Haarfarbe und Blondierung, ohne Farbverschiebung oder veränderte Einwirkzeit
  • Schritt 2 (Repair): pH-Wert ca. 5,0 – bringt das Haar zurück in den natürlichen, leicht sauren Bereich

Diese pH-Kontrolle versiegelt nach der Behandlung die Schuppenschicht, schließt Feuchtigkeit ein und sorgt für den sofort sichtbaren Glanzeffekt. Kein anderes Plex-Produkt weltweit kombiniert aktive pH-Steuerung mit Schutz während der Behandlung zu einem Heimanwender-System.

pH Plex vs. Olaplex im Überblick

MerkmalpH PlexOlaplex
WirkprinzipBindung an alle 21 Aminosäuren (Malic Acid Complex)Reparatur von Disulfidbrücken (Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate)
AbdeckungGesamtes Aminosäure-NetzwerkPrimär Cystein-basierte Brücken
pH-SteuerungAktiv (Schritt 1: pH 9,0 / Schritt 2: pH 5,0)Keine aktive pH-Steuerung
Für HeimanwenderJa – Schritt 1 explizit für zu Hause geeignetSchritt 1 nur für Profis
PreisGünstigerTeurer
Patente54 weltweite PatenteEigene Patentierung

Was du vor dem Blondieren wissen musst

Wann du NICHT selbst blondieren solltest

Heimblondierungen sind nicht für jeden geeignet. Finger weg vom Blondieren zu Hause, wenn:

  • Deine Haare chemisch gefärbt sind: Blondierungen enthalten Wasserstoffperoxid, das nur bei Naturhaarfarben zuverlässig funktioniert. Bei gefärbten Haaren kann die Reaktion anders oder gar nicht stattfinden – unkalkulierbare Farbergebnisse sind die Folge
  • Du von Dunkelbraun/Schwarz auf Platinblond möchtest: Solche extremen Aufhellungen um viele Stufen erfordern Profi-Know-how und sollten schrittweise über mehrere Behandlungen erfolgen
  • Dein Haar bereits stark geschädigt ist: Blondierungen auf vorgeschädigtem, porösem Haar können zu Haarbruch führen

Der Strandtest – so prüfst du deinen Ausgangszustand

Bevor du anfängst: Ziehe eine Haarsträhne zwischen Daumen und Zeigefinger straff. Wenn das Haar dehnt, aber zurückspringt, ist es in gutem Zustand. Bleibt es gedehnt oder bricht, sollte zuerst eine intensive Pflegephase erfolgen.

Wahl der richtigen Blondierung

Nicht jede Blondierung ist gleich. Achte auf:

  • Wasserstoffperoxid-Konzentration: 3% (10 Vol.) für dezente Aufhellung; 6% (20 Vol.) für 1–2 Stufen; 9% (30 Vol.) für 3–4 Stufen – Heimanwender sollten nie über 6% gehen
  • Pulverblondierungen sind intensiver als Creme-Blondierungen; für Heimanwender sind Cremes meist schonender
  • Maximale Aufhellung pro Anwendung: max. 4–6 Stufen auf einmal

Die Schritt-für-Schritt-Anleitung mit pH Plex

Was du benötigst

Blondierung:

  • Blondiercreme oder -pulver deiner Wahl
  • Entwickler/Oxidationsmittel (empfohlen: 6%, 20 Vol.)
  • Färbeschüssel und -pinsel
  • Handschuhe
  • Altes Handtuch
  • Timer

pH Plex Produkte:

  • pH Plex No. 1 protect (Sachet oder Pumpflasche) – für die Mischung mit der Blondierung
  • pH Plex No. 2 repair – für die Behandlung direkt nach dem Ausspülen
  • pH Plex No. 3 stabilize – für die wöchentliche Nachpflege zu Hause

Optional:

  • Silbershampoo (gegen Gelbstich)
  • pH Plex Shampoo und Conditioner für die tägliche Pflege

PHASE 1: Vorbereitung (ca. 15 Minuten vor der Blondierung)

1. Haaranalyse und Test-Strähne
Teste die Blondierung zunächst an einer unauffälligen Strähne. So siehst du vorab, wie dein Haar reagiert und welchen Aufhellungsgrad du erreichst.

2. Kopfhaut schützen
Trage kein Shampoo vor dem Blondieren – natürliche Kopfhautfette schützen vor Reizungen. Alternativ kannst du die Kopfhaut mit einer fetthaltigen Creme (z. B. Vaseline) entlang der Haaransatzlinie schützen.

3. Haare abtrennen
Teile das Haar in 4 Sektionen (Mittelscheitel + Seitenscheitel). Das erleichtert das gleichmäßige Auftragen.

4. Blondierung anmischen
Bereite die Blondierung genau nach Gebrauchsanweisung des Produkts vor. Dann kommt der entscheidende pH Plex-Schritt:

⚡ pH Plex Schritt 1 protect einmischen: Gib den gesamten Inhalt eines Sachets (oder 1 Pumpstoß = 2 ml pro 30 g fertiger Blondiermasse) in die bereits fertige Blondiermischung und verrühre alles gründlich. pH Plex 1 ist wasserdünn – achte darauf, nichts zu verschütten.

Wichtig: pH Plex 1 protect niemals pur auf das Haar auftragen – es ist ausschließlich zur Beimischung konzipiert. Die Einwirkzeit der Blondierung oder die Temperatur darf durch die Zugabe nicht verändert werden.


PHASE 2: Die Blondierung (ca. 30–45 Minuten)

5. Blondierung auftragen

  • Ziehe Handschuhe an und lege ein altes Handtuch über die Schultern
  • Beginne ca. 2–3 cm vom Haaransatz entfernt an den Längen und Spitzen
  • Arbeite Strähne für Strähne, von unten nach oben
  • Trage die Blondierung mit dem Pinsel großzügig auf, damit jede Strähne vollständig bedeckt ist

6. Einwirkzeit

  • In der Regel 30–45 Minuten – immer nach Packungsanleitung richten
  • Alle 10 Minuten kontrollieren, ob der gewünschte Aufhellungsgrad erreicht ist
  • Niemals länger als 45 Minuten einwirken lassen
  • In den letzten 10–15 Minuten: Blondierung auch auf den Haaransatz auftragen (dieser hellt sich schneller auf)

PHASE 3: Ausspülen und Reparatur

7. Gründlich ausspülen – aber nicht shampoonieren
Spüle die Blondierung vollständig und gründlich aus, bis das Wasser klar läuft – aber noch kein Shampoo verwenden. Das Haar ist jetzt bereit für Schritt 2.

8. pH Plex No. 2 repair anwenden
Das ist der reparative Herzschritt:

⚡ Auf handtuchtrockenes, feuchtes Haar den gesamten Inhalt des pH Plex 2 repair-Sachets (oder eine ausreichende Menge) gleichmäßig in die Längen und Spitzen einarbeiten. Lass das Produkt 5–10 Minuten einwirken.

pH Plex 2 bringt den pH-Wert des Haares aus dem hochalkalischen Blondierungsumfeld (pH 9–11) zurück in den optimalen leicht sauren Bereich (pH ~5,0). Die Schuppenschicht schließt sich, Feuchtigkeit wird eingeschlossen, Glanz und Geschmeidigkeit kehren zurück.

9. Ausspülen, shampoonieren und stylen
Spüle pH Plex 2 gründlich aus, wasche die Haare nun mit Shampoo und pflege wie gewohnt.


PHASE 4: Nachpflege und Heimkur

10. pH Plex No. 3 stabilize – die wöchentliche Heimkur

Dieser Schritt wird am häufigsten vergessen – und ist doch entscheidend für das Langzeitergebnis:

⚡ Wöchentlich anwenden: Haare mit Shampoo waschen, handtuch-trocken drücken. pH Plex 3 stabilize gleichmäßig in Längen und Spitzen des feuchten Haares einarbeiten (ab Ohrhöhe, Ansatz meiden bei feinem Haar). 5–10 Minuten einwirken lassen – bei stark strapaziertem Haar gerne 10 Minuten.

pH Plex 3 schützt das Haar zwischen zwei Behandlungen vor Haarbruch durch Umwelteinflüsse, erhält den Wirkstoffgehalt im Haar und bewahrt Glanz und Sprungkraft dauerhaft.


Die häufigsten Fehler beim Heimblondieren – und wie du sie vermeidest

FehlerWarum problematischLösung
pH Plex 1 pur auftragenFalscher pH-Wert für direkten HaarkontaktImmer in die fertige Blondiermischung mischen
Einwirkzeit überschreitenIrreparable Haarschäden, HaarbruchTimer stellen; max. 45 Minuten
Gefärbte Haare blondierenUnvorhersehbare FarbreaktionenNur auf unbehandeltem Naturhaar anwenden
Schritt 3 weglassenSchäden häufen sich zwischen Behandlungen anWöchentliche Anwendung als Routine etablieren
Zu viel auf einmal aufhellenHaarstruktur wird überlastetMax. 4–6 Stufen pro Anwendung; 4 Wochen Pause zwischen Behandlungen
Nasses Haar zu stark bürstenNasses Haar ist besonders dehnbar und bruchanfälligErst mit breitzinkigem Kamm vorsichtig entwirren

Pflege danach: So bleibt dein Blond strahlend

Die Pflege nach der Blondierung entscheidet genauso über das Ergebnis wie die Behandlung selbst.

Die richtige Pflegeroutine

  • Seltener waschen: Blondiertes Haar sollte nur alle 3–4 Tage gewaschen werden. Häufiges Waschen entzieht die natürlichen Öle, die das Haar dringend braucht
  • Mildes, sulfatfreies Shampoo: Greife zu Shampoos, die speziell für coloriertes oder blondiertes Haar entwickelt wurden – idealerweise das pH Plex Shampoo, das die Systemwirkung unterstützt
  • Conditioner nach jeder Wäsche: Blondiertes Haar speichert Feuchtigkeit nicht mehr so gut wie unbehandeltes Haar. Ein guter Conditioner ist Pflicht
  • Wöchentliche Haarmaske: Eine intensive Tiefenpflege oder die pH Plex 3-Kur regeneriert strapazierte Strähnen und hält den Blondton frisch
  • Hitzeschutz: Verwende vor dem Föhnen, Glätten oder Locken immer ein Hitzeschutzspray – blondierte Haare sind empfindlicher für Hitze
  • UV-Schutz im Sommer: Sonnenstrahlung beschleunigt das Ausbleichen der Farbe und trocknet das Haar zusätzlich aus

Gelbstich nach der Blondierung? So gehst du vor

Ein leichter Gelbstich nach der Blondierung ist normal – besonders bei dunkleren Ausgangshaaren. pH Plex ist ein Bond-Repair-System und kein Toning-Produkt. Für die Gelbstich-Neutralisierung empfiehlt sich:

  • Silbershampoo (No Yellow Shampoo / Lila Shampoo): Das violette Pigment neutralisiert Gelbtöne durch Komplementärfarbeneffekt
  • Einwirkzeit: Silbershampoo nicht länger als 5–10 Minuten einwirken lassen, sonst nimmt das Haar einen Lila-Stich an
  • Bei ausgeprägtem Orangestich (häufig bei dunklen Ausgangshaaren) reicht Silbershampoo nicht aus – hier ist eine zweite Blondierung oder eine professionelle Tönung notwendig

Das pH Plex 3-Schritt-System auf einen Blick

ProduktAnwendungszeitpunktFunktionpH-Wert
Schritt 1 – ProtectIn die Blondierung mischenSchützt das Haar präventiv während der chem. Behandlung9,0
Schritt 2 – RepairDirekt nach dem AusspülenRepariert Haarstruktur, schließt Cuticula, stellt pH-Balance wieder her5,0
Schritt 3 – StabilizeWöchentliche HeimkurErhält Wirkstoffgehalt, schützt vor Umweltschäden, bewahrt Glanz5,0 (natürlicher Bereich)

Ergänzt wird das System durch pH Plex Shampoo und Conditioner für die tägliche Pflege – beide enthalten die Wirkstoffe des pH Plex Systems und unterstützen die Gesamtwirkung.


Fazit: Blondieren ohne Reue – mit dem richtigen System ist es möglich

Blondieren zu Hause muss keine Horrorgeschichte sein. Mit dem richtigen Vorwissen, einer hochwertigen Blondierung und vor allem mit pH Plex als Profi-Schutzsystem erreichst du Ergebnisse, die früher dem Friseursalon vorbehalten waren. Das 3-stufige pH Plex-System schützt auf molekularer Ebene, bringt den pH-Wert nach jeder Behandlung in die optimale Balance zurück und erhält mit der wöchentlichen Heimkur dauerhaft Glanz, Elastizität und Stärke deines Haares.

Das Wichtigste zusammengefasst:

  1. pH Plex 1 immer in die Blondierung mischen – nie pur auftragen
  2. Einwirkzeit nie überschreiten; bei Dunkelbraun bis Schwarz schrittweise vorgehen
  3. pH Plex 2 direkt nach dem Ausspülen für 5–10 Minuten einwirken lassen
  4. pH Plex 3 wöchentlich nicht vergessen – das macht den Unterschied
  5. Pflegende, sulfatfreie Produkte und Silbershampoo bei Bedarf nutzen

Blondierung ohne Reue – mit pH Plex ist es Realität.

Plex ist nur Marketing-Hype – oder doch nicht? Die Wahrheit über Bond-Builder

April 10, 2026

Bond-Builder sind das große Versprechen der modernen Haarpflege: Haarreparatur von innen, auf molekularer Ebene. Doch zwischen Marketing-Claims und Wissenschaft klafft oft eine Lücke. Dieser Artikel klärt auf – mit Studien, Fakten und einem genaueren Blick auf pH Plex als patentiertes System, das einen grundlegend anderen Weg geht.


Was sind Bond-Builder – und warum sind sie überall?

Seit Olaplex 2014 den Begriff „Bond-Builder“ in die Haarpflege eingeführt hat, ist ein Milliardenmarkt entstanden. Heute tragen Dutzende Produkte das Label „Plex“, „Bond Repair“ oder „Bond Builder“ – von der Drogerie-Eigenmarke bis zum Profi-System. Das Versprechen klingt überall ähnlich: gebrochene Bindungen im Haar reparieren, Struktur wiederherstellen, Haarbruch stoppen.

Doch die entscheidende Frage lautet: Ist das Wissenschaft – oder nur geschicktes Marketing?

Die Antwort ist differenzierter, als die meisten Hersteller es darstellen. Denn hinter dem Begriff „Bond-Builder“ verbergen sich sehr unterschiedliche Wirkmechanismen, Wirkstoffe und Qualitätsniveaus. Nicht jedes Produkt, das „Plex“ im Namen trägt, verdient diesen Anspruch.


Die Wissenschaft: Was passiert wirklich im geschädigten Haar?

Um Bond-Builder bewerten zu können, muss man die Haarchemie verstehen. Haar besteht zu rund 90 % aus Keratin – einem Protein, das aus bis zu 21 verschiedenen Aminosäuren aufgebaut ist. Diese Aminosäuren sind durch verschiedene chemische Bindungen miteinander verknüpft:

Disulfidbindungen (Schwefelbrücken)

Die stärksten und dauerhaftesten Bindungen im Haar. Sie verbinden Cysteinreste im Keratin und geben dem Haar seine mechanische Festigkeit. Eine Peer-Review-Studie von Breakspear, Nöcker und Popescu (2024) im International Journal of Cosmetic Science bestätigte: Im nassen Zustand korreliert die mechanische Festigkeit des Haares nahezu perfekt mit dem Gehalt an intakten Disulfidbindungen (r² = 0,97). (Quelle: Breakspear et al., Int J Cosmet Sci, 2024, DOI: 10.1111/ics.12967)

Wasserstoffbrücken

Zahlenmäßig die häufigsten Bindungen – auf jede Disulfidbindung kommen etwa 9 Wasserstoffbrücken. Sie tragen zur Elastizität bei, werden aber bereits durch Wasser oder Feuchtigkeit gebrochen. (Quelle: Breakspear et al., 2024)

Ionische Bindungen (Salzbrücken)

Machen rund ein Drittel der Haarstärke aus. Sie reagieren empfindlich auf pH-Veränderungen und werden durch Salzlösungen beeinflusst. (Quelle: L’Oréal Paris, Haarbindungen erklärt)

Was Blondieren und Färben mit dem Haar macht

Beim Blondieren steigt der pH-Wert auf über 10. Die Schuppenschicht öffnet sich, Disulfidbindungen werden irreversibel in Cysteinsäure umgewandelt, und die Proteinquervernetzung nimmt drastisch ab. Eine proteomische Studie von Adav, Wu und Ng (2025) im Journal of Cosmetic Dermatology zeigte: Bei pH 10 sinkt die Protein-Quervernetzungsdichte erheblich, die Wassersorption steigt und die Cuticula quillt auf. Bei pH 5 hingegen zeigen Haarproteine die höchste strukturelle Integrität mit einer Denaturierungstemperatur von 147,6 ± 0,3 °C. (Quelle: Adav et al., J Cosmet Dermatol, 2025, PMID: 39529213)

Die Schlussfolgerung der Forscher ist eindeutig: pH-Werte zwischen 5 und 7 sind ideal für die Haargesundheit, während alkalische Bedingungen die Haarstruktur und -proteine nachweislich schädigen.


Das Problem mit vielen „Plex“-Produkten

Hier beginnt die kritische Betrachtung. Viele Bond-Builder-Produkte fokussieren sich ausschließlich auf Disulfidbindungen – also auf genau eine von vielen Bindungstypen im Haar. Genauer gesagt: Sie setzen nur an der Aminosäure Cystein an.

Das ist nicht grundsätzlich falsch – Disulfidbindungen sind zweifellos wichtig. Aber es ist unvollständig. Denn Keratin besteht aus einem komplexen Netzwerk aus allen 21 Aminosäuren, die über Disulfidbindungen, Salzbrücken, Wasserstoffbrücken und ionische Wechselwirkungen miteinander verbunden sind.

Was die Fachzeitschrift Cosmetics & Toiletries definiert

Die renommierte Fachzeitschrift Cosmetics & Toiletries definiert einen echten Bond-Builder als „eine Formulierungskomponente, die in das Haar eindringen und die innere Struktur verbessern oder wiederherstellen kann, was zu einer messbaren Verbesserung der mechanischen Haareigenschaften führt.“ Die Autoren Paul Cornwell (TRI Princeton) und Jennifer Marsh (Procter & Gamble) stellen fest, dass die Studienlage für viele Produkte begrenzt ist und die meisten Ergebnisse nicht von unabhängigen Forschern reproduziert wurden. (Quelle: Cosmetics & Toiletries, 2023)

Auch eine viel beachtete Studie von Taddei und Kollegen (2020) im International Journal of Biological Macromolecules untersuchte populäre Bond-Repair-Wirkstoffe mittels IR- und Raman-Spektroskopie: Keines der untersuchten Produkte führte zu einer nachweisbaren Erhöhung der Disulfidbindungen im Haarkortex. Es gab Umstrukturierungen der bestehenden Bindungen und morphologische Verbesserungen der Haaroberfläche – aber keinen direkten Beweis für die behauptete Sulfa-Michael-Reaktion als Quervernetzungsmechanismus. (Quelle: Taddei et al., Int J Biol Macromol, 2020, DOI: 10.1016/j.ijbiomac.2020.11.194)

Das bedeutet: Viele Bond-Builder verbessern das Haargefühl und die Oberfläche – aber der wissenschaftliche Beweis für eine echte molekulare Reparatur ist bei vielen Produkten dünn.


pH Plex: Ein anderer Ansatz – wissenschaftlich fundiert

Hier unterscheidet sich pH Plex grundlegend von der Konkurrenz. Das System basiert nicht auf synthetischen Spezial-Molekülen, sondern auf Äpfelsäure (Malic Acid) – einer natürlichen Alpha-Hydroxysäure, die in der INCI-Liste als Sodium Malate erscheint.

Der patentierte Malic Acid Complex

pH Plex nutzt einen weltweit patentierten Malic Acid Complex. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Plex-Produkten: Während Olaplex (Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate) und ähnliche Systeme primär an Cystein-Resten und Disulfidbindungen ansetzen, bindet Äpfelsäure an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins Keratin. (Quelle: pH Plex Deutschland)

Das ist biochemisch bedeutsam: Keratin ist nicht nur aus Disulfidbrücken aufgebaut, sondern aus einem dreidimensionalen Netzwerk verschiedener Aminosäuretypen, die über Salzbrücken, Wasserstoffbrücken und ionische Wechselwirkungen verbunden sind. pH Plex adressiert dieses gesamte Netzwerk – nicht nur einen einzelnen Knotenpunkt.

Anschaulich erklärt: Wo andere Systeme einen einzelnen Knopf am Hemd zuknöpfen, schließt pH Plex den gesamten Reißverschluss.

Wissenschaftlich belegt: So wirkt Äpfelsäure im Haar

Die Wirkung von Äpfelsäure im Haar ist in der Fachliteratur gut dokumentiert:

  • Ionische Bindung an Haarproteine: Die Carboxylgruppen der Äpfelsäure binden über ionische Bindungen an freie basische Gruppen in den Haarproteinen. Dies reduziert die Wasseraufnahme des Haares und verbessert die Formstabilität und den Halt von Frisuren. (Quelle: Cosmetics & Toiletries, 2023)
  • Reduzierung des Wassergehalts: Studien zeigen, dass die Behandlung mit Äpfelsäure den Wassergehalt des Haares reduziert. Dies verbessert die Lichttransmission und damit den Glanz sowie die Farbbrillanz des Haares. (Quelle: Cosmetics & Toiletries, 2023)
  • Schließen der Cuticula: Äpfelsäure als AHA schließt die durch alkalische Behandlungen aufgerichtete Schuppenschicht – das Haar wird glatter, glänzender und weniger porös. (Quelle: pH Plex Deutschland)

Das pH-Konzept: Der entscheidende Unterschied

Was pH Plex von allen anderen Bond-Buildern abhebt, steckt bereits im Namen: das patentierte pH-System.

Das Problem herkömmlicher Plex-Produkte

Die meisten Bond-Builder auf dem Markt sind im sauren pH-Bereich formuliert. Haarfarben und Blondierungen arbeiten jedoch im alkalischen Bereich (pH 9–10). Mischt man ein sauer formuliertes Plex-Produkt in eine alkalische Farb- oder Blondiermischung, passiert Folgendes:

  • Der pH-Wert der Mischung sinkt unkontrolliert
  • Es kommt zu Farbverschiebungen
  • Die Einwirkzeit der Bleiche verlängert sich – teilweise auf das Doppelte oder Dreifache
  • Friseure müssen den Oxidanten anpassen

Dr. Flohr, der Entwickler von pH Plex, erklärt in einem Interview: „Die Plexprodukte der Hersteller heute sind alle bei einem sauren pH-Wert formuliert. Die Farben und die Bleichen allerdings bei einem alkalischen pH-Wert. Wenn man die beiden zusammen mischt, dann reduziert man den pH-Wert der Mischung, was zu Farbverschiebungen und Verlängerung der Einwirkzeit führt.“ (Quelle: pH Plex x Trinity Haircare Interview, YouTube)

Die pH-Plex-Lösung

pH Plex ist das einzige Plex-System weltweit, das beim pH-Wert der Haarfarben und Blondierungen formuliert ist:

SchrittpH-WertFunktion
pH Plex 1 – ProtectpH 9,0Wird direkt in Farbe/Blondierung gemischt. Schützt das Haar während der chemischen Behandlung, ohne den pH-Wert der Mischung zu verändern
pH Plex 2 – RepairpH 5,0Intensive Reparatur nach dem Ausspülen. Bringt den pH-Wert ins natürliche Gleichgewicht zurück
pH Plex 3 – StabilizepH 5,0Wöchentliche Heimanwendung zur langfristigen Stabilisierung

(Quelle: pH Plex Deutschland – Bond Builder Haar)

Dass diese pH-Steuerung wissenschaftlich sinnvoll ist, bestätigt die bereits zitierte proteomische Studie von Adav et al. (2025): pH 5 zeigt die höchste strukturelle Integrität der Haarproteine, während alkalische Behandlung ohne anschließende pH-Normalisierung die Proteinstruktur dauerhaft schädigt. (Quelle: Adav et al., 2025, PMID: 39529213)


pH Plex vs. Olaplex vs. Epres: Der wissenschaftliche Vergleich

KriteriumpH PlexOlaplexEpres
KernwirkstoffÄpfelsäure / Sodium Malate (natürliche AHA)Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate (synthetisch)Diethylhexyl Maleate (synthetisch)
WirkbreiteBindet an alle 21 Aminosäuren des KeratinsPrimär Disulfidbrücken (Cystein)Primär Disulfidbrücken
PatentWeltweit patentiertPatentiertPatent angemeldet
pH-SteuerungPatentiertes pH-System (pH 9,0 / pH 5,0)pH nicht primär im FokusKeine gezielte pH-Steuerung
Systemansatz3-Schritt-System (Protect, Repair, Stabilize)Mehrstufige Salon- + Heimserie1 Produkt
Schutz während FärbungJa – Schritt 1 direkt in der FarbeNein – separate Anwendung (No. 1 & No. 2 salonexklusiv)Nein – separate Anwendung
FarbverschiebungKeineMöglich durch pH-AbsenkungKeine direkte Aussage
Einwirkzeit-VerlängerungKeineMöglichNicht relevant (kein Mischsystem)
Wirkstoff-HerkunftNaturidentisch (AHA)SynthetischSynthetisch

(Quellen: pH Plex Deutschland – Vergleich, pH Plex – Bestes Bond Repair System)


Was Anwender berichten: Erfahrungen aus Salon und Social Media

Friseur-Perspektive

Professionelle Friseure bestätigen zwei zentrale Vorteile von pH Plex:

  1. Keine Komplikationen beim Mischen: Da pH Plex 1 bei pH 9,0 formuliert ist, gibt es keine Veränderung der Einwirkzeit, keine Farbverschiebung und keine Anpassung des Oxidanten. „Es vereinfacht die Anwendung für jeden Friseur, weil es keine Komplikationen gibt“, so Robin Schenke im Interview mit pH Plex. (Quelle: pH Plex x Trinity Haircare, YouTube)
  2. Spürbare Ergebnisse: Mehr Elastizität, Sprungkraft und Glanz direkt nach der Behandlung.

Verbraucher-Erfahrungen

Ein unabhängiger YouTube-Vergleichstest zwischen Olaplex und pH Plex zeigte: Die mit pH Plex behandelte Haarseite hielt die Frisur nach dem Föhnen besser und war weniger kraus als die mit Olaplex behandelte Seite – bei identischer Technik und Einwirkzeit. (Quelle: Olaplex vs pH Plex At Home Treatment, YouTube)

In Fachforen und auf Reddit wird zunehmend differenzierter über Bond-Builder diskutiert. Die Erkenntnis setzt sich durch, dass nicht jedes „Plex“-Produkt gleich wirkt. Produkte wie Redken Acidic Bonding etwa „reparieren keine Bindungen dauerhaft, sondern stellen den pH-Wert ein und versiegeln die Cuticula – der Effekt wäscht sich aus“, wie eine detaillierte YouTube-Analyse von 15 Bond-Buildern feststellte. (Quelle: Bond Builder Test auf Naturlocken, YouTube)

InStyle-Langzeittest

Ein achtwöchiger Vergleichstest des Magazins InStyle bestätigte: Bond-Builder-Systeme liefern deutlich bessere Ergebnisse als herkömmliche Pflegeprodukte. Die getestete Friseurin bemerkte den Unterschied sofort: „Ich merke, dass Sie sich mit Haarpflege auseinandersetzen. Ihre Haare sind beim Waschen weicher als die meiner anderen Kundinnen.“ (Quelle: InStyle – Bond Building Test)


Häufige Mythen über Bond-Builder – wissenschaftlich entkräftet

Mythos 1: „Alle Plex-Produkte wirken gleich“

Falsch. Die Wirkstoffe, Wirkmechanismen und pH-Konzepte unterscheiden sich erheblich. Während Olaplex mit einem synthetischen Molekül an Disulfidbindungen arbeitet, nutzt pH Plex einen natürlichen AHA-Komplex mit breiter Aminosäure-Bindung und aktiver pH-Steuerung. Drogerie-Produkte wie Balea Plex Care setzen primär auf Proteine und klassische Pflegewirkung – ohne echte Plex-Technologie. (Quelle: pH Plex – Erfahrung und Anwendung)

Mythos 2: „Bond-Builder sind nur etwas für stark geschädigtes Haar“

Falsch. Bond-Builder können auch präventiv eingesetzt werden. Gerade pH Plex 1 schützt das Haar während der chemischen Behandlung – also bevor der Schaden entsteht. Stephanie von Croda Beauty bestätigt: „Bond-Builder sind für alle Haartypen geeignet, unabhängig vom Schädigungsgrad. Der Unterschied liegt in der Häufigkeit der Anwendung.“ (Quelle: Croda Beauty – Bond Building Myth Busting)

Mythos 3: „Mehr Produkt = bessere Ergebnisse“

Falsch. Die richtige Dosierung ist entscheidend. Überdosierung kann das Haar beschweren oder zu Proteinüberladung führen – das Haar wird steif und bricht. (Quelle: Paul Mitchell – Bond Builder)

Mythos 4: „Natürliche Inhaltsstoffe können nicht so wirksam sein wie synthetische“

Falsch. Äpfelsäure ist als Alpha-Hydroxysäure seit Jahrzehnten in der Dermatologie und Kosmetik wissenschaftlich etabliert. Die Forschung zeigt, dass Äpfelsäure durch ionische Bindung an Haarproteine die Wasseraufnahme reduziert und die mechanischen Eigenschaften verbessert – ein dokumentierter, messbarer Effekt. (Quelle: Cosmetics & Toiletries, 2023)


Die Inhaltsstoffe von pH Plex: Transparent und clean

Ein Blick auf die INCI-Liste von pH Plex #3 Stabilize zeigt die klare Formulierungsphilosophie:

  • Sodium Malate (Äpfelsäure): Kernwirkstoff – natürliche AHA, die an alle 21 Aminosäuren bindet
  • Tocopherol (Vitamin E): Antioxidativer Schutz gegen freie Radikale
  • Cetyl Alcohol, Polyquaternium-37: Geschmeidigkeit und gleichmäßige Verteilung
  • Amodimethicone, Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride: Glätten die Oberfläche, verbessern die Kämmbarkeit
  • Citric Acid: Unterstützt die pH-Regulierung

pH Plex ist vegan, tierversuchsfrei und dermatologisch getestet. Die Produkte sind frei von DEA, Aldehyden, Formaldehyd und Sulfaten. (Quelle: SalonCentric – pH Plex #3)


Fazit: pH Plex ist kein Marketing-Hype – sondern ein wissenschaftlich fundiertes System

Die Antwort auf die Titelfrage ist klar: Nicht alle Bond-Builder sind gleich – aber pH Plex ist deutlich mehr als ein Marketing-Versprechen.

Was pH Plex von der Masse abhebt:

  1. Weltweit patentierter Malic Acid Complex – keine generische Kopie, sondern eine eigenständige, geschützte Formulierung
  2. Bindung an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins – nicht nur an Cystein/Disulfidbindungen
  3. Patentiertes pH-System – als einziges Plex-Produkt weltweit bei pH 9,0 formuliert, kompatibel mit Haarfarben und Blondierungen ohne Farbverschiebung oder Einwirkzeit-Verlängerung
  4. Wissenschaftlich belegter Wirkmechanismus – Äpfelsäure bindet über ionische Bindungen an Haarproteine, reduziert Wassergehalt, verbessert mechanische Eigenschaften
  5. 3-Schritt-System für Schutz, Reparatur und Stabilisierung
  6. Natürlicher Kernwirkstoff auf Basis einer gut erforschten Alpha-Hydroxysäure

Bond-Builder sind keine generelle Mogelpackung. Aber es lohnt sich, genau hinzuschauen: Wer nur auf den Namen „Plex“ achtet, verpasst den entscheidenden Unterschied. Die Wissenschaft zeigt, dass ein System, das den pH-Wert aktiv steuert, an alle Aminosäuren bindet und die Haarstruktur als Ganzes adressiert, einen messbaren Vorteil bietet.

pH Plex ist der Beweis dafür, dass hinter einem guten Bond-Builder echte Chemie stecken kann – nicht nur Marketing.


Dieser Artikel dient der wissenschaftlichen Aufklärung und basiert auf Fachliteratur, Peer-Review-Studien und Herstellerinformationen. Einzelne Wirkansprüche beziehen sich auf Herstellerangaben von pH Plex.


Quellen

  1. Breakspear, S., Nöcker, B. & Popescu, C. (2024): „Chemical bonds and hair behaviour – A review.“ International Journal of Cosmetic Science, DOI: 10.1111/ics.12967 – https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/ics.12967
  2. Adav, S.S., Wu, A.R.Y.L. & Ng, K.W. (2025): „Insights into structural and proteomic alterations related to pH.“ Journal of Cosmetic Dermatology, PMID: 39529213 – https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/39529213/
  3. Taddei, P. et al. (2020): „Structural investigation on damaged hair keratin treated with α,β-unsaturated Michael acceptors.“ Int J Biol Macromol, DOI: 10.1016/j.ijbiomac.2020.11.194 – https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0141813020351321
  4. Malinauskyte, E. et al. (2020): „Effect of equilibrium pH on the structure and properties of bleach-damaged human hair fibers.“ Biopolymers, DOI: 10.1002/bip.23401 – https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC7757171/
  5. Cornwell, P. & Marsh, J. (2023): „How Bond Builders ‚Repair‘ Hair.“ Cosmetics & Toiletries – https://www.cosmeticsandtoiletries.com/formulas-products/hair-care/article/22737591/how-bond-builders-repair-hair
  6. Paschou, A.M. et al. (2026): „A Raman spectroscopy investigation of the resilience of hair cuticular scales under uniaxial stress.“ J Mech Behav Biomed Mater, DOI: 10.1016/j.jmbbm.2026.107391 – https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S1751616126000603
  7. Harland, D. et al. (2022): „The susceptibility of disulfide bonds to modification in keratin fibres undergoing tensile stress.“ Biophysical Journal, DOI: 10.1016/j.bpj.2022.04.029 – https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0006349522003289
  8. pH Plex Deutschland – Offizielle Produktinformationen: https://www.ph-plex.com/de/
  9. Croda Beauty – Bond Building Myth Busting: https://www.crodabeauty.com/en-gb/trends/bond-building/bond-building-myth-busting
  10. Paul Mitchell – Bond Builder Ratgeber: https://paulmitchell.de/blogs/blog/der-unsichtbare-held-wie-bond-builder-die-geheimwaffe-in-der-haarpflege-wurden
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