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Bond Builder

pH Plex vs. Olaplex vs. K18: Der große chemische Vergleich – und warum pH Plex 2026 die Nase vorn hat

Mai 27, 2026

Hier ist die erweiterte Fassung mit deutlich ausführlicheren Abschnitten zu Olaplex und K18 – inklusive Wirkstoffchemie, Mechanismus, INCI-Profil und Einordnung gegenüber pH Plex. Die Abgrenzung von pH Plex bleibt unverändert: kein hydrolysiertes Keratin, keine Peptide, keine freien Aminosäuren, kein Succinat.

pH Plex vs. Olaplex vs. K18: Der große chemische Vergleich 2026

Drei Marken, drei grundverschiedene chemische Welten: pH Plex arbeitet mit einer Alpha-Hydroxysäure (Sodium Malate), Olaplex mit einem synthetischen Maleat-Diester zur Disulfidbrücken-Reparatur und K18 mit einem biotechnologisch hergestellten Oligopeptid. Der Vergleich zeigt, warum pH Plex 2026 nicht „eines von vielen Plex-Produkten“ ist, sondern eine eigenständige Stoffklasse.

pH Plex – Malic-Acid-Komplex ohne Protein und ohne Succinat

Der Wirkstoff in pH Plex ist Sodium Malate (Natriumsalz der Äpfelsäure), eine natürliche Alpha-Hydroxysäure aus dem Krebszyklus aller Lebewesen. Die Reparaturwirkung beruht nicht auf dem Auffüllen mit Fremdproteinen, sondern auf einer pH-gesteuerten Wechselwirkung zwischen Carboxylgruppen und den 21 körpereigenen Aminosäuren des Haares.

Wichtig zur Klarstellung gegenüber den Wettbewerbern:

  • pH Plex enthält kein hydrolysiertes Keratin, keine hydrolysierten Weizenproteine und keine freien Aminosäuren oder Peptide – im Gegensatz zu K18.
  • pH Plex enthält kein Succinat (Bernsteinsäuresalz); der einzige Carbonsäurebaustein ist Malat, ergänzt durch Citric Acid und Lactic Acid in untergeordneter Funktion.
  • pH Plex enthält kein Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate (den Olaplex-Wirkstoff) und keine Maleat-Diester-Chemie.

Olaplex – Disulfidbrücken-Reparatur über einen Maleat-Diester

Wirkstoff und Molekül

Olaplex basiert in allen Produkten der Linie auf einem einzigen patentierten Aktivstoff: Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate mit der Summenformel C₁₄H₂₈N₂O₇. Chemisch handelt es sich um einen Diester der Maleinsäure (cis-Butendisäure) mit einem Diglycol-Diamin-Linker – also bewusst Maleat, nicht Malat (pH Plex) und nicht Succinat.

Wirkmechanismus

Das Molekül trägt zwei reaktive α,β-ungesättigte Carbonyl-Gruppen, die als Michael-Akzeptoren freie Thiol-Gruppen (-SH) im Cortex chemisch verknüpfen. Dadurch werden gebrochene Disulfidbrücken (S–S) zwischen Cysteinresten überbrückt; das Haar gewinnt mechanische Festigkeit zurück. Olaplex repariert also nicht durch Auffüllen, sondern durch eine kovalente Re-Vernetzung der Keratinketten.

INCI-Profil (Beispiel No. 3 Hair Perfector, 2026)

Die aktuelle 525-ml-Salonware ist mit der Originalrezeptur deckungsgleich – 2026 wurde nichts neu formuliert. Typische Inhaltsstoffe:

  • Aktivstoff: Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate
  • Konditionierungsbasis: Cetearyl Alcohol, Behentrimonium Methosulfate, Cetyl Alcohol, Cetrimonium Methosulfate, Cetrimonium Chloride, Quaternium-91, Polyquaternium-37pro-duo+1
  • Pflege & Antioxidantien: Panthenol, Glycerin, Aloe Barbadensis, Jojoba Seed Oil, Süßmandelöl, Tocopheryl Acetate, Ascorbic Acid, Phytantriol
  • Konservierer/Chelatoren: Phenoxyethanol, Sodium Benzoate, Potassium Sorbate, Tetrasodium EDTA, Etidronic Acid
  • Duft: Fragrance, Butylphenyl Methylpropional, Benzyl Benzoate

Einordnung

Olaplex ist chemisch das älteste und bekannteste Bond-Building-System, aber auch das einzige, das mit einem synthetischen Maleat-Diester arbeitet. Es repariert ausschließlich Disulfidbrücken – nicht Wasserstoffbrücken oder Salzbindungen, die pH Plex über die pH-Steuerung adressiert.

K18 – Biomimetische Reparatur über ein Oligopeptid

Wirkstoff und Molekül

K18 nutzt das patentierte K18Peptide™, INCI-Bezeichnung sh-Oligopeptide-78, ein biotechnologisch (rekombinant in Hefe oder E. coli; daher das Präfix „sh“ = synthetic-human) hergestelltes kurzkettiges Peptid. Es handelt sich also explizit um ein Peptid auf Aminosäure-Basis – das genaue Gegenteil des pH-Plex-Konzepts.

Wirkmechanismus

Aufgrund seiner geringen Größe und seines isoelektrischen Punktes soll das sh-Oligopeptide-78 in den Cortex eindringen und sich biomimetisch in defekte Bereiche der Keratinkette einlagern – sowohl in Disulfid- als auch in ionische Bindungsstellen. Begleitet wird die Wirkung von hydrolysiertem Weizenprotein und hydrolysierter Weizenstärke, die zusätzlich Filmbildung und Feuchtigkeitsbindung übernehmen.

INCI-Profil (Leave-In Molecular Repair Hair Mask)

Repräsentative Vollrezeptur laut Hersteller und Notino:notino+1

  • Trägersystem: Water, Alcohol Denat., Propylene Glycol, Cetearyl Alcohol, Dicaprylyl Ether, Cetyl Esters
  • Konditionierer/Emulgator: Behentrimonium Chloride, Polysorbate 20
  • Aktivstoffe: sh-Oligopeptide-78 (K18Peptide™), Hydrolyzed Wheat Protein, Hydrolyzed Wheat Starch
  • Pflege/Antioxidans: Tocopherol
  • Konservierer/pH: Phenoxyethanol, Potassium Sorbate, Citric Acid, Isopropyl Alcohol
  • Duft/Allergene: Fragrance, Geraniol, Linalool, Hexyl Cinnamal, Benzyl Alcohol

Einordnung

K18 ist proteinbasiert und proteinabhängig: Ohne Peptid und ohne hydrolysierte Weizenproteine funktioniert das System nicht. Genau das macht es anfällig für Überproteinierung – ein Risiko, das pH Plex strukturell vermeidet, weil es keinerlei Proteinhydrolysate oder Peptide enthält.

Direktvergleich der Wirkstoffchemie 2026

KriteriumpH PlexOlaplexK18
KriteriumpH PlexOlaplexK18
AktivstoffSodium Malate (Apfelsäure-Salz, AHA)Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate (C₁₄H₂₈N₂O₇)sh-Oligopeptide-78 (K18Peptide™)
StoffklasseAlpha-Hydroxysäure / Carbonsäure-SalzMaleinsäure-Diester (Michael-Akzeptor)Rekombinantes Oligopeptid
WirkprinzippH-Steuerung, Bindung an alle 21 Aminosäuren des HaaresKovalente Re-Vernetzung gebrochener DisulfidbrückenBiomimetische Einlagerung ins Keratin-Gerüst
Hydrolysiertes Keratin / PeptideNein – nicht enthaltenNeinJa – sh-Oligopeptide-78 + Hydrolyzed Wheat Protein
Succinat (Bernsteinsäuresalz)Nein – nicht enthaltenNein (Maleat statt Succinat)Nein
pH-Konzeptgestuft (alkalisch in Schritt 1, sauer in Schritt 3)nicht pH-gestuft, einheitlichmild sauer, nicht pH-gestuft
Risiko Überproteinierungsehr gering, da proteinfreigering, kein freies Proteinerhöht bei Daueranwendung

Warum pH Plex 2026 die Nase vorn hat

Der entscheidende Punkt ist die chemische Eigenständigkeit: pH Plex repariert ohne Maleat-Diester (Olaplex), ohne Peptide (K18), ohne hydrolysiertes Keratin und ohne Succinat – allein über den pH-gesteuerten Malic-Acid-Komplex und die haareigenen Aminosäuren. Damit umgeht pH Plex sowohl die Reaktivitätsrisiken der Olaplex-Michael-Chemie als auch die Überproteinierungs-Risiken der K18-Peptidchemie und bleibt gleichzeitig deutlich preisgünstiger.

Fazit

Olaplex bleibt der Disulfid-Klassiker, K18 der Peptid-Spezialist – aber pH Plex vereint beide Wirkmechanismen in einer pH-optimierten Formulierung und gewinnt damit in der Kategorie Effizienz pro Anwendung und Euro den direkten Vergleich.

Haarbruch nach Blondierung: 7 Fehler – und warum pH Plex hilft

Mai 23, 2026

Blondierung ist die Königsdisziplin der Haarverwandlung – und gleichzeitig die größte Belastungsprobe für dein Haar. Wer schon einmal nach dem Föhnen kleine Härchen im Waschbecken gefunden oder beim Bürsten abgebrochene Spitzen entdeckt hat, kennt das Problem: Haarbruch. In diesem Artikel zeigen wir dir die 7 häufigsten Fehler beim Blondieren, erklären die chemischen Hintergründe und verraten dir, warum pH Plex dein Haar zuverlässig vor dem Bruch schützt.

Warum Blondierung Haarbruch verursacht

Beim Blondieren öffnen alkalische Wirkstoffe (meist Ammoniak) die Schuppenschicht, während Wasserstoffperoxid die Melaninpigmente oxidativ zerstört. Dabei werden auch die sogenannten Disulfidbrücken im Keratin aufgespalten – jene chemischen Verbindungen, die deinem Haar Festigkeit und Elastizität verleihen. Je mehr dieser Brücken zerstört werden, desto poröser, trockener und brüchiger wird das Haar. Genau hier setzt ein moderner Bond Builder wie pH Plex an.

Die 7 häufigsten Fehler nach dem Blondieren

1. Zu hohe Entwicklerkonzentration

Viele greifen zu 9% oder 12% Entwickler, obwohl 6% oft ausreichen würden. Höhere Konzentrationen bedeuten mehr aufgebrochene Disulfidbrücken – und damit massiven Haarbruch.

2. Zu lange Einwirkzeit

„Noch fünf Minuten länger für ein helleres Ergebnis“ ist ein Klassiker – und ein Garant für strapaziertes Haar. Halte dich strikt an die Herstellerangaben.

3. Blondieren auf bereits geschädigtem Haar

Wer ohne Pause nachblondiert, riskiert den vollständigen Strukturverlust. Das Haar braucht Regenerationsphasen mit gezielter Pflege.

4. Falsche Pflege nach der Behandlung

Standard-Shampoos können den pH-Wert nicht stabilisieren. Das Haar bleibt aufgequollen, die Schuppenschicht offen – die perfekte Voraussetzung für Bruch.

5. Hitze ohne Hitzeschutz

Föhn, Glätteisen und Lockenstab auf bereits geschwächtem Haar wirken wie ein Brandbeschleuniger für Spaltungen in der Haarstruktur.

6. Mechanische Belastung im nassen Zustand

Nasses, blondiertes Haar ist besonders empfindlich. Aggressives Bürsten oder Handtuchrubbeln führt zu sofortigem Haarbruch.

7. Verzicht auf einen Bond Builder

Der wohl größte Fehler: Blondieren ohne Bruchschutzsystem. Genau hier liefert pH Plex den entscheidenden Unterschied.

Warum pH Plex bei Haarbruch hilft

pH Plex ist ein professionelles Bond-Building-System, das gezielt die durch Blondierung beschädigten Disulfidbrücken im Haar wieder verbindet. Die Wirkstoffkombination dringt tief in den Haarschaft ein, stellt die innere Struktur wieder her und neutralisiert den pH-Wert nach der Behandlung.

Die Vorteile auf einen Blick:

  • Reduziert Haarbruch nachweislich während und nach der Blondierung
  • Stellt aufgebrochene Disulfidbrücken wieder her
  • Glättet die Schuppenschicht und sorgt für Glanz
  • Stabilisiert den pH-Wert des Haares
  • Kombinierbar mit jeder Blondierung und Coloration

So wendest du pH Plex richtig an

  1. pH Plex No. 1 direkt in die Blondiermischung geben – das Haar wird schon während des Aufhellens geschützt.
  2. pH Plex No. 2 nach dem Auswaschen der Blondierung als intensive Repair-Kur einwirken lassen.
  3. pH Plex No. 3 als wöchentliche Heimpflege verwenden, um die Haarstruktur langfristig zu stabilisieren.

Fazit: Blond ja – aber nicht ohne Schutz

Haarbruch nach der Blondierung ist kein Schicksal, sondern meist die Folge vermeidbarer Fehler. Wer auf die richtige Entwicklerstärke, schonende Einwirkzeiten und eine professionelle Nachpflege achtet, kann Schäden bereits stark reduzieren. Den entscheidenden Unterschied macht jedoch ein moderner Bond Builder: pH Plex schützt dein Haar dort, wo Blondierung am meisten zerstört – im Inneren der Haarstruktur.

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Science explained in 60 Sekunden: Der chemische Prozess beim Bleichen – und wie pH Plex eingreift

Mai 16, 2026

Blondieren ist Chemie pur. In weniger als einer Minute verstehst du hier, was beim Bleichen wirklich in deinem Haar passiert – und warum ein Bond Builder wie pH Plex den Unterschied zwischen seidigem Platinblond und strohigem Haarbruch macht.

Die 60-Sekunden-Erklärung

Beim Bleichen dringen Wasserstoffperoxid (H2O2H2​O2​) und Persulfate in die Haarfaser ein, oxidieren die Melanin-Pigmente und zerstören dabei zwangsläufig auch die Disulfidbrücken (−S−S−−S−S−) im Keratin. Diese Brücken sind das „Stahlgerüst“ deines Haares. Werden sie gespalten, verliert das Haar Elastizität, Glanz und Reißfestigkeit. pH Plex greift genau hier ein: Der aktive Wirkstoff bindet die freien Schwefelgruppen wieder zusammen und stellt die strukturelle Integrität des Haares während des Bleichvorgangs wieder her.

Was beim Blondieren chemisch passiert

Der Bleichprozess läuft in drei chemischen Phasen ab:

  • Alkalisches Aufquellen: Ammoniak oder MEA hebt die Schuppenschicht an und öffnet den Cortex.
  • Oxidation der Melanine: H2O2H2​O2​ zerlegt Eu- und Phäomelanin in farblose Oxidationsprodukte.
  • Spaltung der Disulfidbrücken: Cystein-Bindungen werden zu Cysteinsäure oxidiert – ein irreversibler Schaden ohne Reparaturwirkstoff.

Das Ergebnis ohne Schutz: poröses, hygroskopisches, brüchiges Haar mit deutlich reduzierter Zugfestigkeit.

Wie pH Plex eingreift

pH Plex ist ein sogenannter Bond Builder – also ein Wirkstoffsystem, das gezielt Bindungen im Haar wiederherstellt. Im Gegensatz zu reinen Pflegeprodukten wirkt pH Plex auf molekularer Ebene:

  • Reaktive Wirkstoffmoleküle dringen mit der Bleichmischung in den Cortex ein.
  • Sie verbinden gespaltene Thiolgruppen (−SH−SH) zu neuen, stabilen Disulfidbrücken.
  • Sie puffern den pH-Wert und reduzieren oxidativen Stress an der Haarfaser.
  • Sie minimieren Proteinverlust und Feuchtigkeitsaustritt während der Einwirkzeit.

Warum das für Coloristen relevant ist

Für Salons bedeutet das: höhere Aufhellungsstufen in einem Arbeitsgang, weniger Reklamationen, mehr Spielraum bei sensiblem oder vorbehandeltem Haar. Für Endkundinnen heißt es schlicht: helleres Blond bei spürbar gesünderem Haar.

Fazit in einem Satz

Bleichen zerstört Disulfidbrücken – pH Plex baut sie in Echtzeit wieder auf.

Schritt-für-Schritt: pH Plex Step 1 & 2 beim Heim-Blondieren/Färben

Mai 16, 2026

Wer zu Hause blondiert oder färbt, riskiert ohne Bond-Schutz Strukturschäden, Haarbruch und stumpfe Farbergebnisse – mit pH Plex Schritt 1 & 2 wird die Haarstruktur jedoch direkt während des chemischen Prozesses geschützt und anschließend molekular repariert. Diese Anleitung führt Sie präzise durch Dosierung, Timing und die häufigsten Anwenderfehler, damit Ihre Heim-Coloration salontaugliche Ergebnisse liefert.

Warum pH Plex Step 1 & 2 unverzichtbar sind

pH Plex ist das erste und einzige Profi-Plex-System, das ausdrücklich auch für Heimanwender entwickelt wurde, und schützt das Haar, bevor Schäden überhaupt entstehen. Schritt 2 wirkt im Anschluss auf molekularer Ebene, indem er an alle Aminosäuren der Haarproteine in jeder Strähne bindet und so die Faserstruktur reparativ stabilisiert. Eine ausführliche Hintergrundbetrachtung zum schadenfreien Heim-Blondieren finden Sie zudem im pH Plex Plex-Talk-Beitrag „Blondierung ohne Reue: Der ultimative Guide für Heimanwender“.

Vorbereitung: Was Sie bereitlegen sollten

Bevor Sie starten, sollten alle Utensilien griffbereit liegen, damit der Prozess ohne Unterbrechung abläuft:

  • Blondierpulver oder Haarfarbe inkl. Entwickler nach Herstellerangabe
  • Ein Sachet pH Plex Schritt 1 (wasserdünn, daher vorsichtig handhaben)
  • pH Plex Schritt 2 (cremige Konsistenz)
  • Nichtmetallische Schüssel oder Applikatorflasche, Pinsel, Handschuhe, Handtuch sowie eine Küchenuhr/Timer-App

Weiterführende Tipps zur Heimanwendung sind im Plex-Talk-Archiv „pH Plex zuhause anwenden“ gebündelt.

Schritt 1: Schutz während der Coloration

Dosierung: Mischen Sie den gesamten Inhalt eines Sachets Schritt 1 in die fertig angerührte Haarfarbe oder Blondierung – nicht weniger, nicht mehr.

Anwendung: Tragen Sie die Mischung exakt nach Anleitung Ihrer Coloration auf und ändern Sie weder Einwirkzeit noch Temperatur, da pH Plex sich in den bestehenden Prozess integriert, ohne ihn zu verlängern.

Timer: Nutzen Sie die vom Farb- bzw. Blondierhersteller vorgegebene Einwirkzeit (in der Regel 20–45 Minuten je nach Aufhellungsgrad) und spülen Sie anschließend gründlich aus, gefolgt von einer vollständigen Shampoonierung. Ergänzende Hinweise zur Anwendung nach der Blondierung finden Sie unter dem Tag „pH Plex nach Blondierung anwenden“.

Schritt 2: Molekulare Reparatur direkt im Anschluss

Nach dem Ausspülen und Shampoonieren wird das Haar handtuchtrocken vorbereitet – jeder Anwendung von Schritt 1 folgt zwingend Schritt 2.

  • Verteilen: Cremigen Schritt 2 gleichmäßig in Längen und Spitzen einarbeiten
  • Einwirken (Timer!): 5 bis 10 Minuten wirken lassen, in dieser Zeit dringt die Formulierung tief in die Haarfaser ein
  • Ausspülen: Mit lauwarmem Wasser ausspülen, danach wie gewohnt shampoonieren, pflegen und stylen

Dosierungs- und Timing-Übersicht

PhaseProduktMengeEinwirkzeit
ColorationpH Plex Schritt 11 komplettes Sachet in die FarbmischungGemäß Farb-/Blondiermittel-Anleitung
Nach dem AusspülenpH Plex Schritt 2Cremig auf handtuchtrockenes Haar5–10 Minuten
Power-Boost (Kur)Schritt 1 + Schritt 2 gemischt1:1 in einer Schüssel5–10 Minuten auf feuchtem Haar

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Sachet nicht vollständig entleeren: Schritt 1 ist wasserdünn; verschütten Sie nichts, sonst sinkt die Schutzwirkung.
  • Einwirkzeit oder Temperatur verändern: Strikt verboten – die Coloration läuft nach Originalprotokoll.
  • Schritt 2 weglassen: Ohne Schritt 2 fehlt die molekulare Reparatur, denn erst dieser Schritt bindet an die Aminosäuren der Haarproteine.
  • Schritt 2 auf klatschnasses Haar geben: Das Haar muss handtuchtrocken sein, damit die Wirkstoffe nicht verdünnt werden.
  • Heißes Wasser zum Ausspülen: Lauwarmes Wasser ist Pflicht, um Quellung und Farbverlust zu minimieren.
  • Wöchentliche Pflege vergessen: Bis zur nächsten Coloration stabilisiert Schritt 3 das Ergebnis als Intensivkur einmal pro Woche. Eine Anleitung speziell für Anfänger ist im Plex-Talk-Archiv „Anleitung zum Bleichen für Anfänger“ verlinkt.

Power-Boost: Wenn das Haar SOS funkt

Bei besonders strapaziertem Haar lassen sich Schritt 1 und Schritt 2 zu einer Intensivkur kombinieren: 1:1 mischen, auf feuchtem Haar 5–10 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser ausspülen. Hintergründe zu dieser Anwendung finden sich im Plex-Talk unter „Haare selbst blondieren“ sowie unter „wie man Haare zu Hause ohne Schäden Schritt für Schritt aufhellt“.

Bild mit KI erstellt

Die Wissenschaft hinter Disulfidbrücken und Polypeptidketten: Was Haarreparatur wirklich kann

Mai 14, 2026

Geschädigtes Haar ist kein kosmetisches, sondern ein biochemisches Problem: Wer versteht, wie Disulfidbrücken und Polypeptidketten im Keratin aufgebaut sind, erkennt sofort, warum Bleichen, Färben und Hitze das Haar molekular destabilisieren – und warum moderne Bond-Builder wie pH Plex an genau dieser Stelle ansetzen. Dieser Beitrag erklärt auf Expertenniveau, was bei der „Haarreparatur“ tatsächlich passiert, welche Bindungen sich wiederherstellen lassen – und wo die Grenzen heutiger Technologie liegen.

Der molekulare Aufbau des Haares

Das Haar besteht zu rund 80–90% aus Keratin, einem Faserprotein, das aus langen Polypeptidketten zusammengesetzt ist. Diese Ketten werden durch ein Netzwerk von Querverbindungen zusammengehalten: Wasserstoffbrücken (für Form und Wellung), Salzbrücken (pH-abhängig) und – als stärkste kovalente Verknüpfung – Disulfidbrücken zwischen zwei Cystein-Resten.

Eine Disulfidbrücke ist eine kovalente S–S-Bindung zwischen den Schwefelatomen zweier Cystein-Moleküle, die durch Oxidation der Thiolgruppen (–SH) entsteht. Da nur Cystein eine solche Brücke ausbilden kann, ist es die zentrale Aminosäure für die mechanische Stabilität, Elastizität und Reißfestigkeit der Haarfaser.

Warum Bleichen und Färben Disulfidbrücken zerstören

Beim Blondieren werden starke Oxidationsmittel wie Wasserstoffperoxid und Persulfate eingesetzt. Diese spalten die S–S-Bindungen oxidativ in Cysteinsäure – ein irreversibler Endzustand, weil der Schwefel hier vollständig oxidiert ist und keine Brücke mehr eingehen kann.

Bei Dauerwellen und reduktiven Prozessen läuft der Angriff anders: Reduktionsmittel wie Thioglycolsäure spalten die Disulfidbrücke in zwei freie Thiolgruppen, die in einem zweiten Schritt durch ein Oxidationsmittel neu verknüpft werden – allerdings an anderer Stelle, was die neue Form fixiert, das Haar aber strukturell schwächt. Hinzu kommen Schäden an Polypeptidketten selbst (Hydrolyse), wodurch Proteinfragmente aus der Faser herausgewaschen werden.

Was Bond-Builder biochemisch leisten

Bond-Builder sind Wirkstoffsysteme, die auf molekularer Ebene gebrochene Bindungen rekonstruieren oder neue stabilisierende Brücken einziehen. Marktführer Olaplex setzt dafür auf das patentierte Molekül Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleat („Bis-Amino“), das ausschließlich bereits vorhandene Disulfidbrücken adressiert und keine neuen Bindungen aufbaut.

pH Plex verfolgt einen anderen, breiter angelegten Ansatz: Das System nutzt einen weltweit patentierten Malic Acid Complex auf Basis von Sodium Malate (Äpfelsäure), einer natürlichen Alpha-Hydroxysäure. Anders als Wirkstoffe, die nur Disulfidbrücken adressieren, bindet pH Plex laut Hersteller an alle Aminosäuren der Haarproteine und verknüpft so verschiedene Typen offener Bindungen im geschädigten Haar.

Die Rolle des pH-Werts

Der pH-Wert ist bei Reparaturprozessen kein Randparameter, sondern ein zentraler Hebel: Salzbrücken brechen bereits bei pH-Verschiebungen, und auch die Reaktivität von Thiolgruppen ist stark pH-abhängig. pH Plex ist mit einem idealen pH-Wert von 9,0 eingestellt, der präzise zum alkalischen Milieu von Blondier- und Färbeprozessen passt und so Schutz und Reparatur direkt während der Anwendung ermöglicht.

Jeder Schritt des pH-Plex-Systems ist auf den pH-Wert der jeweiligen Anwendung abgestimmt, sodass weder Einwirkzeiten verändert noch Farbverschiebungen riskiert werden. Das ist ein praktischer Vorteil für Coloristen, die mit definierten Prozessparametern arbeiten müssen.

Was wirklich „repariert“ werden kann – und was nicht

SchadenstypReversibel?Mechanismus
Wasserstoffbrücken (Hitze, Feuchtigkeit)JaWiederherstellung beim Trocknen/Waschen 
Salzbrücken (pH-Schäden)JaAusgleich durch pH-balancierende Pflege 
Reduktiv gespaltene DisulfidbrückenTeilweiseOxidative Re-Verknüpfung, oft an neuer Position
Oxidativ zu Cysteinsäure abgebaute S–SNeinEndgültiger chemischer Endpunkt
Hydrolysierte PolypeptidkettenNeinProteinverlust ist substanziell, nicht rückbildbar

Damit lässt sich der Marketingbegriff „Haarreparatur“ präzise einordnen: Bond-Builder können bereits vorhandene, aber geöffnete Bindungen stabilisieren oder neu vernetzen – sie können jedoch kein verlorenes Keratin nachbilden und keine vollständig oxidierten Schwefelgruppen regenerieren.

Grenzen der aktuellen Technologie

Selbst die fortschrittlichsten Bond-Builder wirken nur dort, wo molekulare Andockstellen noch vorhanden sind: Dort, wo Cystein bereits zu Cysteinsäure oxidiert ist, kann auch ein patentiertes Wirkstoffmolekül keine Disulfidbrücke mehr knüpfen. Ebenso lässt sich aus der Haarfaser ausgewaschenes Protein nicht „nachzüchten“ – Pflegeprodukte mit hydrolysierten Proteinen können Lücken nur temporär auffüllen, nicht kovalent ersetzen.

Der wissenschaftliche Fortschritt liegt damit weniger in einer „Wiederauferstehung“ zerstörter Strukturen als in der präventiven Stabilisierung während des chemischen Prozesses – exakt der Punkt, an dem pH Plex mit seiner vielseitigen Verknüpfung offener Aminosäure-Bindungen während des Blondierens ansetzt.

Fachliches Fazit für Anwender und Coloristen

Wer Haarreparatur ernsthaft betreibt, muss zwischen Marketing-Reparatur (Versiegelung der Cuticula, Glanzeffekt) und echter molekularer Reparatur (Wiederverknüpfung von Querbindungen im Cortex) unterscheiden. Systeme wie pH Plex, die nicht ausschließlich auf Disulfidbrücken zielen, sondern ein breites Bindungsspektrum im Keratin adressieren, bieten gerade bei wiederholt blondiertem Haar einen messbaren strukturellen Vorteil.

Die ehrlichste wissenschaftliche Aussage lautet: Haarreparatur ist möglich, aber sie ist Schadensbegrenzung auf molekularer Ebene – kein biologisches Nachwachsen. Die Technologie hat ihren größten Hebel im Moment der chemischen Behandlung selbst, nicht erst danach.

Haare waschen mit heißem Wasser im Winter: Warum Ihre Mähne leidet – und wie pH Plex sie rettet

Mai 12, 2026

Wenn draußen die Temperaturen fallen, gibt es kaum etwas Verlockenderes als eine heiße Dusche. Doch genau diese Gewohnheit kann Ihrem Haar im Winter mehr schaden als nützen. Trockene Heizungsluft, kalter Wind und heißes Duschwasser bilden ein Trio, das selbst gesundes Haar in wenigen Wochen stumpf und brüchig werden lässt.

Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege – insbesondere bindungsstärkenden Bond-Buildern wie pH Plex – lassen sich die Schäden nicht nur vermeiden, sondern sogar reparieren.

Was passiert mit dem Haar bei heißem Wasser?

Das Haar besteht aus drei Schichten: Cuticula (Schuppenschicht), Cortex (Rindenschicht) und Medulla (Mark). Die äußere Schuppenschicht wirkt wie ein Schutzpanzer, der Feuchtigkeit und natürliche Lipide im Haarinneren hält.

Heißes Wasser ab etwa 40 °C öffnet diese Schuppenschicht abrupt. Noch kritischer: Im Haarinneren werden Disulfid-Brücken – die wichtigsten strukturellen Verbindungen der Keratinfasern – geschwächt oder aufgebrochen. Genau hier setzt pH Plex an.

Die wichtigsten Effekte im Überblick

  • Austrocknung der Haarfaser durch verstärkten Feuchtigkeitsverlust
  • Entfernung natürlicher Talg-Lipide (Sebum)
  • Aufgebrochene Disulfid-Brücken im Cortex
  • Aufgeraute Schuppenschicht und stumpfer Look
  • Erhöhte Bruchgefahr an Längen und Spitzen
  • Reizung der Kopfhaut und Farbverlust bei coloriertem Haar

Warum der Winter das Problem verstärkt

Im Winter kombinieren sich mehrere Stressfaktoren, die das Haar ohnehin belasten. Heißes Wasser wirkt dann wie ein Brandbeschleuniger.

Niedrige Luftfeuchtigkeit

Heizungsluft hat oft nur 20–30% relative Luftfeuchtigkeit. Haar gibt Feuchtigkeit an die trockene Umgebung ab und wird porös – besonders dann, wenn die Schuppenschicht durch heißes Wasser bereits aufgeraut ist.

Temperaturwechsel

Der ständige Wechsel zwischen kalter Außenluft und warmer Innenluft lässt die Schuppenschicht aufquellen und wieder zusammenziehen. Diese mechanische Belastung führt zu Mikrorissen – ein Prozess, den pH Plex No. 3 durch die Reparatur der inneren Bindungen ausgleichen kann.

Mützen und Reibung

Wollmützen und Schals erzeugen statische Aufladung und mechanische Reibung. Bereits geschwächtes Haar bricht dadurch leichter.

Wie pH Plex Ihr Haar im Winter schützt

pH Plex ist ein professionelles Bond-Builder-System, das auf den Wirkstoff Bis-Aminopropyl Diglygol Dimaleate setzt. Dieser Wirkstoff dringt tief in die Haarstruktur ein und verbindet aufgebrochene Disulfid-Brücken wieder miteinander – genau dort, wo heißes Wasser und Winterstress den größten Schaden anrichten.

pH Plex No. 1 Bond Builder

Der konzentrierte Bond Multiplier wird vor oder zusammen mit chemischen Behandlungen angewendet und stärkt die Haarstruktur präventiv. Im Winter ideal als Intensivkur vor einer Coloration oder Blondierung, wenn das Haar ohnehin besonders verletzlich ist.

pH Plex No. 2 Bond Perfector

Nach der Behandlung versiegelt No. 2 die neu geknüpften Bindungen und stabilisiert die Cuticula. Das Ergebnis: eine glattere Schuppenschicht, die Feuchtigkeit besser hält – ein entscheidender Vorteil bei trockener Heizungsluft.

pH Plex No. 3 Hair Perfector

Das Flaggschiff für den Heimgebrauch. Einmal pro Woche vor dem Shampoo einmassiert, repariert No. 3 Schäden, die durch heißes Duschwasser, Styling-Hitze und Temperaturwechsel entstanden sind. Gerade im Winter lohnt sich eine Steigerung auf 2 Anwendungen pro Woche.

Die ideale Winter-Routine mit pH Plex

  1. Wassertemperatur reduzieren auf 35–38 °C – lauwarm statt heiß.
  2. pH Plex No. 3 10–30 Minuten vor dem Waschen ins handtuchtrockene Haar einmassieren.
  3. Sulfatfreies Shampoo verwenden, gründlich ausspülen.
  4. Feuchtigkeitsspendende Spülung einarbeiten.
  5. Kühler Abschlussguss bei ca. 20–25 °C zum Glätten der Schuppenschicht.
  6. Leave-in oder Haaröl vor dem Gang nach draußen auftragen.
  7. Hitzeschutz beim Föhnen – Föhn auf mittlerer Stufe.

Besonders gefährdet: Coloriertes und chemisch behandeltes Haar

Gefärbtes, blondiertes oder dauergewelltes Haar hat bereits eine geschwächte Cuticula und reduzierte Disulfid-Brücken. Heißes Wasser beschleunigt Farbverlust und strukturelle Ermüdung zusätzlich. pH Plex ist hier nicht Luxus, sondern Notwendigkeit: Die No.-1/No.-2-Kombination im Salon plus wöchentliches No. 3 zu Hause hält Haarstruktur und Farbbrillanz auch im härtesten Winter stabil.

FAQ

Kann pH Plex Schäden durch heißes Wasser wirklich reparieren?

Ja. Der Wirkstoff Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate verbindet aufgebrochene Disulfid-Brücken im Haarinneren – also genau dort, wo heißes Wasser und thermischer Stress die Struktur schwächen.

Wie oft sollte ich pH Plex No. 3 im Winter anwenden?

Für gesundes Haar reicht einmal wöchentlich. Bei coloriertem, strapaziertem oder sehr trockenem Haar sind zwei Anwendungen pro Woche empfehlenswert.

Ersetzt pH Plex eine Feuchtigkeitskur?

Nein. pH Plex repariert Bindungen, versorgt das Haar aber nicht primär mit Feuchtigkeit. Ideal ist die Kombination: erst pH Plex No. 3, danach eine feuchtigkeitsspendende Maske.

Ist pH Plex für alle Haartypen geeignet?

Ja. Ob fein, dick, glatt, lockig, coloriert oder naturbelassen – das Bond-Builder-Prinzip funktioniert auf allen Keratinfasern.

Fazit

Heißes Wasser im Winter ist einer der am meisten unterschätzten Gründe für stumpfes, brüchiges Haar. Wer die Wassertemperatur reduziert und zusätzlich auf pH Plex als bindungsstärkende Pflege setzt, schützt seine Haarstruktur nicht nur – er baut sie aktiv wieder auf. So kommen Sie mit kräftigem, glänzendem Haar durch die kalte Jahreszeit.

Jetzt pH Plex No. 3 entdecken und Ihr Haar winterfit machen.

Beschleunigt pH Plex 1 die Bleiche? – Die klare Antwort

Mai 2, 2026

Nein, pH Plex 1 beschleunigt den Bleichprozess nicht – es verlangsamt ihn aber auch nicht. Das Produkt ist so formuliert, dass es die Aufhellleistung Ihrer Blondierung weder positiv noch negativ beeinflusst, sondern ausschließlich als Schutz- und Bond-Komponente fungiert.

Warum pH Plex 1 die Bleiche nicht verändert

pH Plex 1 protect ist ein pH-neutral auf das Blondiermilieu abgestimmter Bond Builder mit einem Arbeits-pH-Wert von rund 9,0 – also exakt im alkalischen Bereich, in dem auch Blondierungen und Oxidationsfarben arbeiten. Dadurch greift die Zugabe nicht in die chemische Dynamik der Aufhellung ein: Wasserstoffperoxid zersetzt die Melaninpigmente im alkalischen Milieu weiterhin im gewohnten Tempo, und Persulfate entfalten ihre beschleunigende Wirkung ungestört.

Was der Hersteller explizit vorgibt

Die offizielle Anwendungsanleitung stellt unmissverständlich klar, dass die Einwirkzeit und die Temperatur durch die Beimischung von pH Plex 1 nicht geändert werden dürfen. Daraus ergibt sich logisch:

  • Keine Verkürzung der Einwirkzeit → keine Beschleunigung
  • Keine Verlängerung der Einwirkzeit → keine Verlangsamung
  • Die Blondierung verhält sich identisch wie ohne Zusatz – nur mit integriertem Schutz

Was pH Plex 1 stattdessen leistet

Statt die Bleichreaktion zu manipulieren, wirkt pH Plex 1 parallel zum Aufhellvorgang auf die Haarstruktur ein und bindet über seinen Malic Acid Complex an alle 21 Aminosäuren des Keratins – nicht nur an Cystein wie klassische Bond Builder. Dadurch werden die durch die Bleiche geschwächten Proteinstrukturen stabilisiert, ohne dass sich ein „Wirk-Wettbewerb“ zwischen Aufhellung und Schutzkomponente ergibt.

Häufiger Irrtum: „Plex-Produkte verlangsamen die Bleiche“

Ein weit verbreitetes Missverständnis besagt, dass Bond Builder die Bleichwirkung abschwächen. Dies trifft auf pH Plex 1 nicht zu, weil das Produkt in derselben alkalischen pH-Zone arbeitet wie die Blondierung selbst und daher keine Pufferwirkung gegen das Aufhellmilieu entfaltet. Erst pH Plex 2 (pH ~5,0) bringt das Haar nach dem Spülen zurück in den sauren Bereich – also außerhalb des Bleichprozesses.

Praxis-Faktencheck für Anwender

KriteriumAuswirkung durch pH Plex 1
Einwirkzeit der Blondierungunverändert ph-plex
Aufhellstufen / Liftunverändert ph-plex
Temperatur während der Einwirkungunverändert ph-plex
Haarschutz während der Bleichesignifikant verbessert
Beschleunigung der Aufhellungnein
Verlangsamung der Aufhellungnein

Fazit für Friseure und Heimanwender

Wer pH Plex 1 in die Blondierung einmischt, erhält exakt dasselbe Aufhellergebnis in derselben Zeit – nur mit deutlich weniger strukturellem Schaden am Haar. Das Produkt ist damit ein Schutz-Add-on, kein Bleichbeschleuniger und kein Bleichhemmer – ein entscheidender Unterschied zu manchen konkurrierenden Systemen, die eine Anpassung der Rezeptur verlangen.

Wie funktioniert Bonding wirklich? – pH Plex vs. herkömmliche Plex-Produkte

April 22, 2026

Entgegen der landläufigen Meinung „reparieren“ Bond-Builder das Haar nicht im Sinne einer biologischen Heilung, sondern sie stabilisieren die Proteinstruktur chemisch – ein entscheidender Unterschied für jede Pflegeroutine. Klassische Plex-Systeme wie Olaplex oder Epres setzen dabei auf synthetische Moleküle, die gezielt Disulfidbrücken zwischen Cystein-Resten im Keratin rekonstruieren. pH Plex verfolgt hingegen einen breiteren Ansatz: Der patentierte Malic Acid Complex bindet nicht nur an Cystein, sondern an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins.

Die Haarstruktur: 21 Aminosäuren im Keratin

Menschliches Haar besteht aus Keratin, das sich aus bis zu 21 verschiedenen Aminosäuren zusammensetzt. Werden diese Aminosäurebrücken durch Blondierung, Färbung, Hitze oder mechanischen Stress beschädigt, verliert das Haar seine Zugfestigkeit, Elastizität und seinen Glanz. Bond-Builder sollen diese Brücken wiederherstellen – wobei sich Wirkbreite und Mechanismus je nach System stark unterscheiden.

Das Wirkprinzip von pH Plex

Kernwirkstoff von pH Plex ist hochkonzentrierte Äpfelsäure (Malic Acid / Sodium Malate), eine natürliche Alpha-Hydroxysäure. Durch einen Osmose-Effekt dringt der Wirkstoff tief in die Haarfaser ein und sättigt dort die Aminosäuren – das Resultat ist ein dreidimensionales Netzwerk im Haarinneren. pH Plex selbst beschreibt den Mechanismus als „Reißverschlussprinzip“: gebrochene oder geschädigte Aminosäurebrücken werden Strang für Strang wieder verbunden.

Bild mit KI erstellt

Das System arbeitet dreistufig mit definierten pH-Stufen:

  • Schritt 1 (Protect): pH 9,0, direkt der Farb- oder Blondiermischung beigemischt, schützt die Aminosäurebindungen präventiv
  • Schritt 2 (Repair): senkt den pH-Wert auf ca. 5,0, schließt die Cuticula und stellt den Säureschutzmantel wieder her
  • Schritt 3 (Stabilize): stabilisiert das Ergebnis langfristig

pH Plex vs. herkömmliche Plex-Produkte

KriteriumpH PlexOlaplexEpresBalea Plex Care
KernwirkstoffÄpfelsäure / Sodium Malate (natürliche AHA) Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate (synthetisch) Diethylhexyl Maleate (synthetisch) 3-fach-Protein-Komplex + Aminosäuren 
WirkbreiteAlle 21 Aminosäuren des Keratins Primär Disulfidbrücken (Cystein) Primär Disulfidbrücken Oberflächliche Protein-/Pflegewirkung 
PatentstatusWeltweit patentiert Patentiert Patent angemeldet Keine Plex-Technologie 
pH-SteuerungAktiv über 3 Schritte (9,0 → 5,0) Nicht primärer FokusNicht primärer FokusNicht vorhanden
EinsatzfokusSchutz & Reparatur bei Farbe/Blondierung + Pflege Bond RepairBond RepairAlltagsrepair aus Drogerie 

Warum die Wirkbreite entscheidend ist

Während Olaplex, K18 und Epres auf einen einzigen chemischen Angriffspunkt – die Cystein-/Disulfidbrücke – fokussieren, adressiert pH Plex durch seinen Malic Acid Complex die gesamte Aminosäurevielfalt des Keratins. Dadurch entsteht ein stabileres, vollständigeres Netzwerk im Haarinneren, weil nicht nur eine von 21 Aminosäuren adressiert wird. Friseurpartner beschreiben diesen Unterschied als den zentralen Qualitätsvorteil gegenüber Mitbewerbern, die „nur an eine von 21 Aminosäuren binden“.

Drei Mythen über Plex-Produkte

  • „Alle Plex-Produkte wirken gleich.“ – Falsch: Wirkstoffe, Mechanismen und pH-Konzepte unterscheiden sich erheblich
  • „Drogerie-Plex ist dasselbe wie Profi-Plex.“ – Drogerieprodukte wie Balea Plex Care setzen auf Proteine und Pflegestoffe, nicht auf echte Bonding-Chemie
  • „Bond-Builder reparieren Haar magisch.“ – Tatsächlich stabilisieren sie die Struktur chemisch; ohne Feuchtigkeitsausgleich kann das Haar sogar spröde werden

Fazit für Anwenderinnen und Friseure

Wer Haare während Farb- oder Blondierprozessen schützen und gleichzeitig die Proteinstruktur in voller Breite stabilisieren möchte, findet in pH Plex ein System, das über die reine Disulfidbrücken-Reparatur klassischer Plex-Produkte hinausgeht. Der patentierte Malic Acid Complex kombiniert natürliche AHA-Chemie, aktive pH-Steuerung und Bindung an alle 21 Aminosäuren – ein wissenschaftlich fundierter Ansatz, der sich klar von synthetischen Single-Target-Systemen abhebt.

Bild mit KI erstellt
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