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Anwendungsfälle / Haarzustände

pH Plex Relaxer: Der erste Plex-Schutz speziell für Relaxer-Behandlungen – So schützen Sie das Haar Ihrer Kund:innen

Mai 17, 2026

Chemische Relaxer arbeiten mit pH-Werten zwischen 12 und 14 und brechen dabei die stärksten Bindungen der Haarfaser auf, was die Haarstruktur dauerhaft verändert und sie anfälliger für Bruch macht. Mit pH Plex Relaxer steht Friseur:innen weltweit erstmals ein patentiertes Plex-System zur Verfügung, das exakt auf den pH-Wert von Lye- und No-Lye-Relaxern abgestimmt ist und den Bindungsabbau während der Glättung kontrolliert.

Warum Relaxer-Behandlungen besonderen Schutz brauchen

Lye-Relaxer (Natriumhydroxid) und No-Lye-Relaxer (Calciumhydroxid/Guanidincarbonat, Lithium- oder Kaliumhydroxid) wirken stark alkalisch und wandeln die Disulfidbrücken des Haares irreversibel in Lanthionin um. Dabei quillt die Schuppenschicht massiv auf, das Haar verliert Elastizität und neigt anschließend zu Trockenheit, Glanzverlust und Haarbruch. No-Lye-Formulierungen gelten zwar als kopfhautfreundlicher, sind jedoch oft härter zur Faser, da sie Rückstände hinterlassen und den Bruch der Disulfidbrücken nicht verhindern können.

Was pH Plex Relaxer einzigartig macht

pH Plex Relaxer ist laut Hersteller das erste und bisher einzige Plex-Produkt, das speziell für ALLE Relaxertypen entwickelt wurde – sowohl Lye- als auch No-Lye-Systeme. Die Formulierung ist exakt auf den pH-Wert von Relaxern abgestimmt und weltweit patentiert, sodass sie sich nahtlos in bestehende Salonprozesse einfügt. Ziel ist es, ungewollte Haarschäden während der Behandlung zu verhindern, die Haarstruktur zu stabilisieren und gleichzeitig Glanz sowie Haargesundheit sichtbar zu verbessern.

Das 3-Schritte-System im Überblick

SchrittProduktFunktionAnwendung
1protect pH Plex (500 ml, pH 11)Schutz, wird der Relaxer-Basis beigemischtIn die Relaxer-Mischung einrühren, dann nach Herstelleranleitung auftragen
2repair pH Plex (300 ml)Reparatur direkt nach dem Ausspülen des Relaxers10 Minuten einwirken lassen, ausspülen, normal weiterarbeiten
3stabilize pH Plex (150 ml)Wöchentliche Stabilisierung zwischen den BehandlungenAuf feuchtes Haar auftragen, 10 Minuten einwirken, ausspülen

Schritt-für-Schritt-Anleitung im Salon

  1. Mischen: Geben Sie pH Plex Step 1 (protect) zur fertigen Relaxer-Basis und folgen Sie den Anweisungen des jeweiligen Lye- oder No-Lye-Relaxer-Herstellers.
  2. Ausspülen: Spülen Sie den Relaxer wie gewohnt aus.
  3. Reparieren: Tragen Sie pH Plex Step 2 (repair) auf, lassen Sie ihn 10 Minuten einwirken und spülen Sie anschließend gründlich aus.
  4. Weiterarbeiten: Fahren Sie mit Neutralisationsshampoo, Pflege und Styling wie gewohnt fort.
  5. Stabilisieren: Empfehlen Sie Ihrer Kund:in pH Plex Step 3 (stabilize) zur wöchentlichen Heimpflege, um das Haar zwischen zwei Relaxer-Anwendungen molekular zu stärken.

Vorteile für Salon und Kund:innen

  • Kompatibel mit allen Relaxertypen, also Natriumhydroxid, Calciumhydroxid/Guanidin und Thioglycolat-basierten Systemen.
  • Reduziert Haarbruch und Trockenheit, die typisch für No-Lye-Relaxer sind.
  • Verbessert Glanz, Geschmeidigkeit und Haargesundheit nach jeder Behandlung.
  • Einfache Integration in bestehende Salonabläufe ohne Änderung der Einwirkzeit oder Temperatur des Relaxers.
  • Weltweit patentierte, exklusive pH-Plex-Technologie als Differenzierungsmerkmal im Premium-Salon.

Für wen ist pH Plex Relaxer gedacht?

Das System richtet sich an professionelle Friseur:innen, die Kund:innen mit stark texturiertem oder coily Haar betreuen und chemische Glättungen anbieten. Da Relaxer ohne Bondbuilder-Schutz langfristig zu kumulativem Haarschaden, Haarbruch und sogar Haarausfall führen können, schließt pH Plex Relaxer eine zentrale Lücke im Markt der Plex-Produkte, die bislang vor allem auf Coloration und Blondierung ausgerichtet waren.

Fazit für die Praxis

Mit pH Plex Relaxer können Salons das bisher unvermeidbare Spannungsfeld zwischen wirksamer chemischer Glättung und Haargesundheit auflösen. Das dreistufige, pH-angepasste System schützt während der Behandlung, repariert unmittelbar danach und stabilisiert die Faser im Wochenrhythmus – ein klares Verkaufsargument für Salons, die ihre Relaxer-Dienstleistungen modernisieren und ihren Kund:innen sichtbar gesünderes, glänzenderes Haar bieten möchten.

Kombination mit anderen Produkten: Welche Shampoos und Conditioner passen wirklich zu pH Plex?

Mai 17, 2026

pH Plex ist mehr als nur eine Haarkur – es ist ein hochentwickeltes, weltweit patentiertes Bond-Builder-System, das geschädigte Aminosäurebrücken im Haar reaktiviert und neu vernetzt. Im Zentrum dieser Wirkung steht ein einzigartiger natürlicher Wirkstoff: Äpfelsäure (Malic Acid), eine kraftvolle Alpha-Hydroxysäure, die als Hauptwirkstoff des gesamten pH Plex Systems fungiert.

Vorab eine wichtige Klarstellung: Grundsätzlich ist pH Plex mit allen handelsüblichen Shampoos kompatibel. Der entscheidende Vorteil des pH Plex Shampoos liegt nicht in einer besonderen Sulfat-Freiheit oder einem bestimmten pH-Wert – sondern in einem ganz anderen, physikalisch-chemischen Prinzip: der Osmose.

Der aktive Wirkstoff von pH Plex: Äpfelsäure

Anders als viele synthetische Bond-Builder am Markt, etwa Olaplex mit Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate, setzt pH Plex auf einen naturidentischen Wirkstoff: Äpfelsäure. Diese Alpha-Hydroxysäure kommt in allen Formen des Lebens vor – vom Apfel bis zum menschlichen Stoffwechsel – und wirkt in pH Plex hochkonzentriert als Schutzschild gegen Haarschädigung.

Die Besonderheit: Äpfelsäure verbindet gebrochene oder beschädigte Aminosäurebrücken in jeder Haarsträhne – ähnlich dem Schließen eines Reißverschlusses – und wirkt dabei nicht nur auf die Disulfidbrücken, sondern auf alle 21 Aminosäuren des Haarproteins.

Klarstellung: Sulfate und pH-Wert sind nicht der entscheidende Faktor

Ein verbreiteter Irrtum muss an dieser Stelle ausgeräumt werden:

  • Das pH Plex Shampoo ist nicht sulfatfrei.
  • Auch herkömmliche Shampoos arbeiten in der Regel bei einem pH-Wert von etwa pH 5 – also genauso wie pH Plex.
  • Daraus ergibt sich für das pH Plex Shampoo kein direkter Vorteil gegenüber konventionellen Shampoos in Bezug auf Tenside oder pH-Wert.

Der wahre Mehrwert des pH Plex Shampoos liegt nicht in einer „milderen“ Reinigungsformel, sondern darin, dass es als einziges Shampoo am Markt selbst Äpfelsäure enthält.

Das eigentliche Prinzip: Osmose und Konzentrationsgradient

Das Auswaschen der Äpfelsäure aus dem Haar folgt einem klaren physikalischen Gesetz: der Osmose. Entscheidend ist der Konzentrationsunterschied (Gradient) zwischen der Äpfelsäure im Inneren des Haares und der Äpfelsäure-Konzentration in der Umgebung – also im Wasser bzw. im Shampoo, das während der Haarwäsche auf das Haar trifft.

Dabei gilt:

  • Je größer der Gradient zwischen Haarinnerem und Außenmedium, desto schneller und intensiver wird die Äpfelsäure aus dem Haar ausgewaschen.
  • Je kleiner der Gradient, desto stabiler verbleibt der Wirkstoff im Haar.

Da ausschließlich das pH Plex Shampoo Äpfelsäure in seiner Rezeptur enthält, ist es das einzige Shampoo, das den osmotischen Gradienten minimiert. Das Resultat: Mit dem pH Plex Shampoo bleibt die Äpfelsäure im Haar – sie wird nicht ausgewaschen. Jedes andere Shampoo – ganz gleich, ob sulfatfrei, pH-neutral oder besonders mild – erzeugt zwangsläufig einen hohen Gradienten zwischen Haar und Waschmedium und führt damit über die Zeit zur Abreicherung der Äpfelsäure durch Osmose.

Warum auch hochwertige Konkurrenzprodukte nicht ausreichen

Auch Premium-Konkurrenzlinien wie Olaplex No. 4/5 oder K18 enthalten keine Äpfelsäure – sie arbeiten mit anderen Wirkstoffmatrizen, im Fall von Olaplex etwa mit dem synthetischen Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate. Für die im Haar eingelagerte Äpfelsäure aus pH Plex bedeutet das: maximaler Gradient nach außen, maximaler osmotischer Abfluss, schrittweiser Wirkungsverlust.

Nur die Kombination aus pH Plex Shampoo und pH Plex Conditioner hält die Äpfelsäure-Konzentration außen ausreichend hoch, um den osmotischen Druck auszugleichen und den Wirkstoff im Haar zu halten.

Vorteile der Systempflege im Überblick

  • Kontinuierliche Zuführung von Äpfelsäure von außen zur Minimierung des osmotischen Gradienten.
  • Langfristige Stabilität der durch Äpfelsäure reparierten Aminosäurebrücken.
  • Deutlich verlängerte Wirkdauer von pH Plex No. 3.
  • Erhalt der Ergebnisse aus der Salonbehandlung pH Plex No. 1 & No. 2.
  • Schutz der Haarstruktur vor mechanischer und chemischer Belastung im Alltag.

Die optimale pH Plex Routine im Überblick

Für maximale Wirkung empfehlen wir folgende Anwendungsroutine:

  1. pH Plex No. 1 & No. 2 als Salon- bzw. Intensivkur mischen und 5–10 Minuten einwirken lassen.
  2. Haare anschließend mit dem pH Plex Shampoo waschen, um den osmotischen Gradienten gering zu halten.
  3. pH Plex Conditioner für eine versiegelnde Pflege einsetzen.
  4. pH Plex No. 3 als wöchentliche Home-Care-Behandlung anwenden, um die Äpfelsäure-Konzentration im Haar dauerhaft hoch zu halten.
  5. Diesen Zyklus konsequent über mehrere Wochen beibehalten.

Fazit: Osmose ist der wahre Erfolgsfaktor

Technisch gesehen ist pH Plex mit jedem Shampoo kompatibel. Wer jedoch das Beste aus seiner Behandlung herausholen möchte, sollte verstehen, dass nur das pH Plex Shampoo den entscheidenden osmotischen Gradienten minimiert und damit das Auswaschen der Äpfelsäure aus dem Haar verhindert. Jede andere Kombination führt – physikalisch zwangsläufig durch Osmose – zur schrittweisen Abreicherung des Wirkstoffs und zum Verlust der mühsam aufgebauten Haarstruktur.

Schritt-für-Schritt: pH Plex Step 1 & 2 beim Heim-Blondieren/Färben

Mai 16, 2026

Wer zu Hause blondiert oder färbt, riskiert ohne Bond-Schutz Strukturschäden, Haarbruch und stumpfe Farbergebnisse – mit pH Plex Schritt 1 & 2 wird die Haarstruktur jedoch direkt während des chemischen Prozesses geschützt und anschließend molekular repariert. Diese Anleitung führt Sie präzise durch Dosierung, Timing und die häufigsten Anwenderfehler, damit Ihre Heim-Coloration salontaugliche Ergebnisse liefert.

Warum pH Plex Step 1 & 2 unverzichtbar sind

pH Plex ist das erste und einzige Profi-Plex-System, das ausdrücklich auch für Heimanwender entwickelt wurde, und schützt das Haar, bevor Schäden überhaupt entstehen. Schritt 2 wirkt im Anschluss auf molekularer Ebene, indem er an alle Aminosäuren der Haarproteine in jeder Strähne bindet und so die Faserstruktur reparativ stabilisiert. Eine ausführliche Hintergrundbetrachtung zum schadenfreien Heim-Blondieren finden Sie zudem im pH Plex Plex-Talk-Beitrag „Blondierung ohne Reue: Der ultimative Guide für Heimanwender“.

Vorbereitung: Was Sie bereitlegen sollten

Bevor Sie starten, sollten alle Utensilien griffbereit liegen, damit der Prozess ohne Unterbrechung abläuft:

  • Blondierpulver oder Haarfarbe inkl. Entwickler nach Herstellerangabe
  • Ein Sachet pH Plex Schritt 1 (wasserdünn, daher vorsichtig handhaben)
  • pH Plex Schritt 2 (cremige Konsistenz)
  • Nichtmetallische Schüssel oder Applikatorflasche, Pinsel, Handschuhe, Handtuch sowie eine Küchenuhr/Timer-App

Weiterführende Tipps zur Heimanwendung sind im Plex-Talk-Archiv „pH Plex zuhause anwenden“ gebündelt.

Schritt 1: Schutz während der Coloration

Dosierung: Mischen Sie den gesamten Inhalt eines Sachets Schritt 1 in die fertig angerührte Haarfarbe oder Blondierung – nicht weniger, nicht mehr.

Anwendung: Tragen Sie die Mischung exakt nach Anleitung Ihrer Coloration auf und ändern Sie weder Einwirkzeit noch Temperatur, da pH Plex sich in den bestehenden Prozess integriert, ohne ihn zu verlängern.

Timer: Nutzen Sie die vom Farb- bzw. Blondierhersteller vorgegebene Einwirkzeit (in der Regel 20–45 Minuten je nach Aufhellungsgrad) und spülen Sie anschließend gründlich aus, gefolgt von einer vollständigen Shampoonierung. Ergänzende Hinweise zur Anwendung nach der Blondierung finden Sie unter dem Tag „pH Plex nach Blondierung anwenden“.

Schritt 2: Molekulare Reparatur direkt im Anschluss

Nach dem Ausspülen und Shampoonieren wird das Haar handtuchtrocken vorbereitet – jeder Anwendung von Schritt 1 folgt zwingend Schritt 2.

  • Verteilen: Cremigen Schritt 2 gleichmäßig in Längen und Spitzen einarbeiten
  • Einwirken (Timer!): 5 bis 10 Minuten wirken lassen, in dieser Zeit dringt die Formulierung tief in die Haarfaser ein
  • Ausspülen: Mit lauwarmem Wasser ausspülen, danach wie gewohnt shampoonieren, pflegen und stylen

Dosierungs- und Timing-Übersicht

PhaseProduktMengeEinwirkzeit
ColorationpH Plex Schritt 11 komplettes Sachet in die FarbmischungGemäß Farb-/Blondiermittel-Anleitung
Nach dem AusspülenpH Plex Schritt 2Cremig auf handtuchtrockenes Haar5–10 Minuten
Power-Boost (Kur)Schritt 1 + Schritt 2 gemischt1:1 in einer Schüssel5–10 Minuten auf feuchtem Haar

Häufige Fehler – und wie Sie sie vermeiden

  • Sachet nicht vollständig entleeren: Schritt 1 ist wasserdünn; verschütten Sie nichts, sonst sinkt die Schutzwirkung.
  • Einwirkzeit oder Temperatur verändern: Strikt verboten – die Coloration läuft nach Originalprotokoll.
  • Schritt 2 weglassen: Ohne Schritt 2 fehlt die molekulare Reparatur, denn erst dieser Schritt bindet an die Aminosäuren der Haarproteine.
  • Schritt 2 auf klatschnasses Haar geben: Das Haar muss handtuchtrocken sein, damit die Wirkstoffe nicht verdünnt werden.
  • Heißes Wasser zum Ausspülen: Lauwarmes Wasser ist Pflicht, um Quellung und Farbverlust zu minimieren.
  • Wöchentliche Pflege vergessen: Bis zur nächsten Coloration stabilisiert Schritt 3 das Ergebnis als Intensivkur einmal pro Woche. Eine Anleitung speziell für Anfänger ist im Plex-Talk-Archiv „Anleitung zum Bleichen für Anfänger“ verlinkt.

Power-Boost: Wenn das Haar SOS funkt

Bei besonders strapaziertem Haar lassen sich Schritt 1 und Schritt 2 zu einer Intensivkur kombinieren: 1:1 mischen, auf feuchtem Haar 5–10 Minuten einwirken lassen und mit lauwarmem Wasser ausspülen. Hintergründe zu dieser Anwendung finden sich im Plex-Talk unter „Haare selbst blondieren“ sowie unter „wie man Haare zu Hause ohne Schäden Schritt für Schritt aufhellt“.

Notfall-Reparatur: Was tun, wenn das Haar nach einer missglückten Blondierung kaputt ist?

April 26, 2026

Sie haben sich auf strahlendes Platinblond gefreut — und stattdessen liegen büschelweise Haare im Waschbecken, die Längen fühlen sich an wie nasse Watte und die Spitzen brechen schon beim Kämmen. Eine missglückte Blondierung ist einer der häufigsten Notfälle in der Haarpflege, und sie passiert nicht nur Heimanwendern: Auch im Salon kann eine zu lange Einwirkzeit, falsche Oxidationsstärke oder unbedachte Vorbehandlung das Haar in wenigen Minuten an die Belastungsgrenze bringen.

Die gute Nachricht: Auch wenn Sie verlorene Disulfidbrücken nicht zu 100 % „zurückkleben“ können — eine konsequente Notfall-Reparatur stoppt den Bruch, gibt dem Haar Stabilität zurück und verhindert, dass aus einem schlechten Tag ein Radikalschnitt wird. Dieser Guide zeigt Ihnen, was in den ersten 48 Stunden zählt, wie der 4-Wochen-Aufbauplan aussieht und welche Inhaltsstoffe wirklich helfen.

Was bei einer Blondierung im Haar passiert

Um Schäden gezielt zu reparieren, hilft es zu verstehen, was die Blondierung anrichtet. Blondiermittel arbeiten hochalkalisch bei einem pH-Wert von 9 bis 12, während Haar und Kopfhaut natürlicherweise leicht sauer bei pH 4,5–5,5 liegen.

In diesem alkalischen Milieu passieren drei Dinge gleichzeitig:

  • Die Schuppenschicht (Cuticula) öffnet sich — das Haar wird porös und verliert Feuchtigkeit.
  • Melanin wird oxidativ aufgelöst — die Farbe verschwindet, gleichzeitig werden Proteine angegriffen.
  • Disulfidbrücken brechen auf — genau diese Querverbindungen geben dem Haar mechanische Stabilität. Eine peer-reviewte Studie von Breakspear, Nöcker und Popescu (2024) im International Journal of Cosmetic Science zeigt: Im nassen Zustand korreliert die mechanische Steifigkeit des Haares fast perfekt (r² = 0,97) mit dem Anteil intakter Disulfidbrücken.

Eine „missglückte“ Blondierung bedeutet meist: zu viel Alkalität, zu lange, zu oft — die Folge sind sichtbarer Haarbruch, Gummi-Effekt im nassen Zustand und stumpfe, raue Längen.

Phase 1 – Soforthilfe in den ersten 48 Stunden

In den ersten zwei Tagen geht es nicht um Schönheit, sondern um Schadensbegrenzung. Jeder weitere Stress beschleunigt den Bruch.

1. Keine weitere Chemie. Wirklich keine.

Die häufigste Eskalation entsteht durch Selbstkorrekturen: noch ein Toner, eine Drogerie-Tönung „zum Ausgleichen“ oder eine zweite Aufhellung. Das ist in dieser Phase fast immer der falsche Weg. Warten Sie mindestens vier Wochen, bevor Sie überhaupt wieder über chemische Services nachdenken.

2. Mechanische Belastung minimieren

  • Nass kämmen nur mit grobzinkigem Kamm oder Wet-Brush, immer von den Spitzen zu den Längen.
  • Statt Frottee-Handtuch ein Mikrofaser-Tuch verwenden und das Haar nur drücken, nicht rubbeln.
  • Zopfgummis durch Spiral-Haargummis aus Silikon oder Seidenbänder ersetzen.
  • Nachts auf Seidenkissenbezug schlafen oder einen lockeren Zopf flechten.

3. Hitze auf das Minimum reduzieren

Glätteisen, Lockenstab und heißes Föhnen sind in den ersten 14 Tagen tabu. Wenn Föhnen nötig ist: kalte oder lauwarme Stufe, immer mit Hitzeschutz und mit Abstand von 20 cm.

4. Erste Bond-Repair-Behandlung

Der wichtigste aktive Schritt: eine Bond-Repair-Kur mit einem System, das gebrochene Querverbindungen im Haarprotein adressiert. Hier kommt pH Plex Schritt 2 (Repair) ins Spiel. Anders als klassische Plex-Produkte bindet die patentierte Äpfelsäure-Komplex-Formel an alle 21 Aminosäuren des Keratins — nicht nur an Cystein/Disulfidbrücken.

Anwendung in der Akutphase:

  1. Haar mit einem milden, sulfatfreien Shampoo waschen, handtuchtrocken drücken.
  2. Eine großzügige Menge pH Plex Schritt 2 in die Längen und Spitzen einarbeiten.
  3. Mit grobzinkigem Kamm gleichmäßig verteilen.
  4. 5–10 Minuten einwirken lassen — bei sehr starkem Bruch ruhig die volle Zeit nutzen.
  5. Mit lauwarmem Wasser ausspülen, danach normal pflegen.

Schritt 2 bringt den pH-Wert nach der alkalischen Blondierung zurück in den optimalen leicht sauren Bereich (pH ~5,0), wodurch sich die Schuppenschicht schließt, Feuchtigkeit eingeschlossen wird und Glanz zurückkehrt.

Phase 2 – Der 4-Wochen-Aufbauplan

Nach der Akutphase beginnt der eigentliche Wiederaufbau. Hier wechseln sich Protein- und Feuchtigkeitskuren ab — ein Prinzip, das Friseure seit Jahrzehnten anwenden, weil ausschließlich Protein das Haar spröde macht und ausschließlich Feuchtigkeit es kraftlos.

Wöchentliche Routine

TagMaßnahmeZiel
Mo / DoSulfatfreies Reparatur-Shampoo, Conditioner, Leave-in mit HitzeschutzSanfte Reinigung & Detangling
MittwochpH Plex Schritt 3 (Stabilize) als Intensivkur, walnussgroße Menge, 5–10 Min.Bond-Repair & pH-Stabilisierung
SamstagFeuchtigkeitsmaske (z. B. mit Hyaluron, Panthenol, Sheabutter)Hydration & Geschmeidigkeit
Täglich1–2 Tropfen leichtes Pflanzenöl (Argan, Marula) in die SpitzenSchutz & Glanz

Die wöchentliche Anwendung von pH Plex Schritt 3 ist entscheidend für den Langzeiterfolg — und genau der Schritt, der von Heimanwendern am häufigsten vergessen wird.

Pre-Wash-Öl als Geheimwaffe

Eine Arganöl- oder Kokosöl-Vorbehandlung vor jeder Wäsche bringt zusätzlichen Puffer: 10–15 Minuten vor dem Shampoo das Öl ins trockene Haar einarbeiten. Das verhindert, dass beim Waschen weitere Feuchtigkeit aus der angegriffenen Faser gespült wird.

Was den Unterschied macht: pH-Management

Der entscheidende Unterschied zwischen einem soliden Reparaturplan und einem mittelmäßigen ist das aktive pH-Management. Klassische Plex-Produkte sind sauer formuliert, was zwar im Anschluss an die Blondierung sinnvoll ist, aber beim Schutz während einer chemischen Behandlung zu Farbverschiebungen und verlängerten Einwirkzeiten führen kann. pH Plex steuert den pH-Wert in jeder Phase aktiv: pH 9,0 für die Schutzphase (Schritt 1), pH 5,0 für Reparatur (Schritt 2) und Stabilisierung (Schritt 3).

Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Ein paar Dinge, die nach einer missglückten Blondierung den Schaden vergrößern statt verkleinern:

  • Silikonhaltige Leave-ins als Dauerlösung: Sie kaschieren kurzfristig, trocknen aber langfristig aus.
  • Heißes Wasser: Spült Pflegestoffe schneller aus und reizt die Kopfhaut.
  • Hochsteckfrisuren mit engen Gummis an der Bruchkante.
  • Trocken bürsten vor dem Conditioner — Knoten reißen das Haar dann an der schwächsten Stelle.
  • Hausmittel als Hauptstrategie: Apfelessig-Spülungen oder Eigelb-Kuren können ergänzend helfen, ersetzen aber keine Bond-Repair-Behandlung. Sobald Disulfidbrücken gebrochen sind, gibt es keinen Küchen-Trick, der sie wieder verbindet.

Wann der Friseur Pflicht ist

Es gibt Situationen, in denen Heim-Reparatur an ihre Grenzen kommt. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin, wenn:

  • ganze Strähnen beim Kämmen abbrechen oder das Haar im nassen Zustand wie Gummi reißt,
  • die Kopfhaut gerötet, schmerzhaft oder verbrannt ist,
  • die Längen sich filzig-ledern anfühlen (Hinweis auf strukturellen Kollaps),
  • nach 2–3 Wochen konsequenter Pflege keine Verbesserung sichtbar ist,
  • Sie über einen „Big Chop“ oder eine Color Correction nachdenken — beides gehört in Profi-Hände.

Ein erfahrener Colorist kann mit einer Salon-Intensivbehandlung (z. B. pH Plex Schritt 2 in der Profi-Dosierung) sowie gezielten Mikro-Trims oft retten, was zu Hause aussichtslos wirkt.

Realistische Erwartungen

Eines vorab: Haar ist totes Material. Was die Faser an Substanz verloren hat, wächst nicht zurück — es muss herauswachsen. Eine ehrliche Notfall-Reparatur erreicht zwei Ziele:

  1. Bruch stoppen und das Haar mechanisch stabilisieren, damit der Schaden nicht weiterläuft.
  2. Optik und Griff so weit verbessern, dass die geschädigten Längen tragbar werden, bis sie herausgeschnitten oder durchwachsen sind.

Mit konsequenter Pflege sehen Sie meist nach 2–3 Wochen den ersten Unterschied — weniger Bruch beim Kämmen, mehr Glanz, besser definierter Fall. Bis das Haar sich „wieder normal“ anfühlt, vergehen je nach Schadensgrad 6–12 Wochen.

FAQ – Schnelle Antworten zur Notfall-Reparatur

Wie schnell sollte ich nach einer missglückten Blondierung reagieren?
Ideal innerhalb von 24 Stunden. Die erste Bond-Repair-Behandlung am gleichen Tag der Blondierung verhindert, dass aufgesprungene Disulfidbrücken sich weiter destabilisieren.

Reicht eine Haarmaske aus dem Drogeriemarkt?
Klassische Pflegemasken liefern Feuchtigkeit und Glanz, reparieren aber keine Bindungen im Haarinneren. Für echten Wiederaufbau brauchen Sie ein Bond-Repair-System, das auf Aminosäure-Ebene wirkt — etwa pH Plex auf Basis des patentierten Äpfelsäure-Komplexes.

Kann ich pH Plex Schritt 3 zu Hause selbst anwenden?
Ja. Schritt 3 ist explizit für die wöchentliche Heimpflege entwickelt. Eine walnussgroße Menge ins handtuchtrockene Haar einarbeiten, 5–10 Minuten einwirken lassen, ausspülen.

Wie oft darf ich Bond-Repair anwenden?
Im Akutfall in den ersten zwei Wochen 2–3 Mal pro Woche, danach wöchentlich als Erhaltung. Bond-Repair-Produkte können nicht „überdosiert“ werden, im Gegensatz zu reinen Proteinkuren.

Wann darf ich wieder färben oder tönen?
Frühestens nach 4–6 Wochen und nur, wenn der Bruch komplett gestoppt ist. Bei der nächsten Behandlung pH Plex Schritt 1 direkt in die Farb- oder Blondiermischung integrieren — so wird die Faser während des Prozesses geschützt.

Hilft Haare-schneiden wirklich beim Reparieren?
Schneiden repariert nichts, entfernt aber die zerstörten Spitzen. Wenn die letzten 2–3 cm bereits zerfasert sind, ist ein Mikro-Trim die schnellste Verbesserung — der Rest wächst danach gesünder weiter.

Fazit: Geduld + System schlagen Panik

Eine missglückte Blondierung fühlt sich katastrophal an, ist aber in den allermeisten Fällen kein Fall für die Schere, sondern für ein konsequentes Reparatur-System. Drei Prinzipien retten den Großteil aller Notfälle:

  1. Akutphase respektieren: keine weitere Chemie, minimaler mechanischer Stress, keine Hitze.
  2. Bond-Repair statt Symptom-Pflege: Ein System wie pH Plex, das pH-Wert und Aminosäure-Bindung aktiv steuert, adressiert die Ursache.
  3. Vier Wochen durchhalten: Routine schlägt Einzelaktion.

Wenn Sie diese Schritte umsetzen, werden Sie überrascht sein, wie viel Substanz sich zurückholen lässt — und wie viel ruhiger sich die nächste Aufhellung planen lässt, wenn das Haar von Anfang an geschützt mitarbeitet.

Haarreparatur im Färbeprozess: Warum Schutz während der Behandlung wichtiger ist als Nachsorge

April 23, 2026

Jede Coloration, jede Blondierung, jede permanente Farbveränderung ist ein kontrollierter chemischer Angriff auf die Haarstruktur. Disulfidbrücken werden aufgebrochen, der pH-Wert im Haar klettert in den alkalischen Bereich, die Schuppenschicht steht offen – und genau in diesem Zeitfenster entstehen die Schäden, die Ihre Kundin später als Haarbruch, strohiges Gefühl oder „ausgefranste Spitzen“ wahrnimmt.

Die entscheidende Frage für jeden Salon lautet deshalb nicht: „Womit repariere ich das Haar nach der Farbe?“
Sondern: „Wie verhindere ich den Schaden, während er entsteht?“

Und genau an diesem Punkt trennt sich der Markt: Systeme wie pH Plex arbeiten direkt in der Farbschale mit, während populäre Leave-in-Produkte wie K18 erst nach dem Service aktiv werden. Dieser zeitliche Unterschied ist kein Detail – er entscheidet über die Gesundheit des Haares.


Was während einer Coloration im Haar wirklich passiert

Um zu verstehen, warum der Zeitpunkt der Reparatur so wichtig ist, lohnt ein kurzer Blick auf die Chemie:

  1. Alkalisierung (pH 9–10): Ammoniak oder alkalische Amine heben den pH-Wert an, die Cuticula öffnet sich, Farbvorprodukte und Wasserstoffperoxid dringen in den Kortex ein.
  2. Oxidation: H₂O₂ spaltet Melanin und aktiviert die Farbentwicklung – gleichzeitig werden Disulfidbrücken zwischen Cystein-Aminosäuren aufgebrochen.
  3. Strukturverlust: Je länger die alkalische Phase dauert und je stärker der Oxidationsprozess, desto mehr Querverbindungen gehen verloren. Die Haarfaser verliert Zugfestigkeit und Elastizität – messbar in Prozenten Haarbruch.
  4. Saure Stabilisierung (pH 4–5): Erst nach dem Ausspülen und mit einer sauren Nachbehandlung schließt sich die Cuticula wieder.

Der Schaden ist also nicht das Ergebnis einer Coloration – er ist die Coloration selbst, wenn sie ungeschützt abläuft. Jedes Produkt, das erst nach Schritt 4 zum Einsatz kommt, kann bestenfalls Symptome lindern. Die strukturelle Integrität der Faser ist zu diesem Zeitpunkt längst angegriffen.


Zwei Philosophien im Vergleich: Prävention vs. Nachsorge

pH Plex: Schutz im Moment der Entstehung

pH Plex ist ein patentiertes Bond-Protection-System, das sich direkt in die Farb- oder Blondierschüssel einarbeiten lässt. Der Wirkstoffkern basiert auf Äpfelsäure (Sodium Malate), einer natürlichen Alpha-Hydroxysäure, die:

  • den pH-Wert aktiv reguliert (pH 9 während der Anwendung, pH 5 in der Nachbehandlung),
  • an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins bindet,
  • ein Schutznetzwerk im Kortex aufbaut, bevor der Schaden entsteht,
  • die Einwirkzeit der Farbe nicht verändert und keine Farbverschiebung verursacht.

Das Besondere: pH Plex konkurriert nicht mit dem Oxidationsprozess – es begleitet ihn. Die Farbe kann ihre volle Brillanz entwickeln, während die Disulfidbrücken stabilisiert bleiben. Schritt 2 (Repair) führt das Haar anschließend kontrolliert in den sauren pH-Bereich zurück, Schritt 3 (Stabilize) sichert das Ergebnis zwischen den Salonterminen.

K18: Bioaktives Peptid – aber erst nach dem Service

K18 ist ein patentiertes Peptid, das in der klassischen Anwendung als Leave-in-Maske nach dem Farbservice aufgetragen wird. Die Philosophie:

  • Aufgetragen auf handtuchtrockenes Haar nach Shampoo und Ausspülen,
  • 4 Minuten Einwirkzeit, keine Ausspülung,
  • das Peptid dringt in den Kortex ein und soll bereits entstandene Keratinketten und Disulfidbrücken nachbilden.

K18 ist unbestritten ein leistungsstarkes Nachsorge-Produkt. Es gibt zwar einen professionellen K18 Mist als Vorbehandlung – doch die eigentliche Reparaturwirkung entfaltet die Marke über ihre Leave-in-Maske nach dem chemischen Prozess. Das bedeutet im Salon-Alltag: Der Schaden ist bereits geschehen, bevor K18 arbeiten kann.


Der direkte Vergleich: pH Plex vs. K18

KriteriumpH PlexK18 (Leave-in Mask)
EinsatzzeitpunktWährend der Coloration/Blondierung – direkt in der SchüsselNach dem Service, auf handtuchtrockenem Haar
WirkprinzipPräventiver Strukturschutz + pH-KontrolleReparatives Peptid nach abgeschlossenem Schaden
Aminosäure-BindungAlle 21 Aminosäuren des HaarproteinsSpezifisches bioaktives Peptid
pH-ManagementAktive Steuerung: pH 9,0 (Schritt 1) → pH 5,0 (Schritt 2)Kein aktives pH-Management im Färbeprozess
Schutz während OxidationJa – Disulfidbrücken werden in der Reaktion stabilisiertNein – wirkt erst nach dem Oxidationsprozess
Einfluss auf Einwirkzeit/RezepturKeine Anpassung nötig, keine FarbverschiebungNicht in Farbrezeptur integrierbar
Salon-Workflow2-in-1-Service mit der FarbeZusätzlicher Service-Schritt nach dem Auswaschen
Zwischen-Termin-PflegeSchritt 3 Stabilize (wöchentliche Kur)Wiederholte Maskenanwendung alle 4 Haarwäschen

Das Ergebnis: Beide Produkte wirken tief im Kortex – aber sie tun es zu grundverschiedenen Zeitpunkten. Und in der Zahnmedizin wie in der Haarchemie gilt dasselbe Prinzip: Prävention schlägt Restauration.


Warum der Zeitpunkt für Friseur-Salons über die Kundenbindung entscheidet

Im Salon-Alltag hat der Zeitpunkt der Reparatur drei handfeste wirtschaftliche Konsequenzen:

1. Weniger Reklamationen, weniger „Strapaz-Termine“

Wenn Haarbruch, Stumpfheit und Spliss gar nicht erst entstehen, sinkt der Folgeaufwand. Kundinnen kommen mit einem besseren Farbergebnis aus dem Stuhl – und dieses Ergebnis hält länger, weil die Struktur nicht vorgeschädigt ist.

2. Doppelservice-Tickets ohne Zeitaufschlag

Da pH Plex in der Einwirkzeit der Farbe mitarbeitet, entsteht im Gegensatz zu reinen Nachsorge-Systemen kein zusätzlicher Zeitblock im Terminkalender. Der Salon bietet einen sichtbaren Mehrwert, ohne Stuhlzeit zu verlieren – ein klarer Hebel für die Kalkulation.

3. Wiederholbare Ergebnisse auch bei Serientermin-Kundinnen

Kundinnen, die alle 4–6 Wochen nachfärben oder regelmäßig blondieren, sind die sensibelste Gruppe. Ein System, das bei jeder einzelnen Anwendung präventiv wirkt, schützt das kumulative Ergebnis. Nachsorge-Produkte müssen immer wieder aufholen, was die Farbe in der Zwischenzeit weggebrochen hat.


Vier Salon-Szenarien, in denen der Zeitpunkt den Unterschied macht

  • Aufhellung stark vorgeschädigter Längen: Reine Nachsorge reicht nicht aus, weil der Kortex schon während des Blondierens weiter kollabiert. pH Plex stabilisiert die Faser im Moment der H₂O₂-Einwirkung.
  • Permanente Farbe auf feinem Haar: Feines Haar verliert überproportional Elastizität. Ein Schutzsystem in der Farbe hält die Zugfestigkeit in der kritischen Phase hoch.
  • Korrekturbehandlungen (Farbabzug, Umblondierung): Hier ist das Haar doppelt belastet. pH Plex erlaubt aggressive Technik, ohne die Struktur zusätzlich zu riskieren.
  • Balayage mit langen Einwirkzeiten: Je länger der alkalische Prozess, desto wichtiger die aktive pH-Pufferung. Genau dafür ist Äpfelsäure in pH Plex formuliert.

Wie Sie pH Plex in den bestehenden Salon-Workflow integrieren

  1. Schritt 1 – PROTECT (pH 9,0): flüssiges Konzentrat, direkt zur Farbe oder Blondiermasse in die Schüssel dosieren. Keine Änderung der Rezeptur, keine Verlängerung der Einwirkzeit, keine Farbverschiebung.
  2. Schritt 2 – REPAIR (pH 5,0): nach dem Ausspülen der Farbe auf das handtuchtrockene Haar aufgetragen, 5–10 Minuten Einwirkzeit. Bringt das Haar kontrolliert in den sauren pH-Zielbereich zurück.
  3. Schritt 3 – STABILIZE: wöchentliche Intensivkur für zu Hause – der Salon verkauft eine kontinuierliche Pflege bis zum nächsten Termin und bindet die Kundin an das System.

Das Resultat: ein geschlossener Kreislauf aus Prävention im Salon und Stabilisierung zuhause – ohne dass das Haar jemals den strukturellen „Leerlauf“ erleben muss, in dem Leave-in-Produkte allein Schäden abfangen sollen.


Fazit: Nachsorge ist wichtig – aber Prävention ist entscheidend

K18 ist ein starkes Peptid-Produkt für die Phase nach der Behandlung. pH Plex löst jedoch das eigentliche Problem: den Moment, in dem der Schaden entsteht.

Für Friseur-Salons bedeutet das in der Praxis:

  • weniger Haarbruch bei Aufhellungen und Dauerfarben,
  • konstantere Ergebnisse bei Serienkundinnen,
  • ein 2-in-1-Service ohne Zeitverlust im Stuhl,
  • und ein verkaufsfähiges Home-Care-System, das nahtlos an die Salonleistung anschließt.

Wer die Haarstruktur seiner Kundinnen langfristig schützen will, verlagert die Reparatur dorthin, wo sie hingehört: in den Färbeprozess selbst. Nachsorge kitten – oder vorher schützen. pH Plex macht den Unterschied messbar.

pH Plex #3 Stabilizer for Relaxer: Der Gamechanger für chemisch geglättetes Haar

April 22, 2026

Mit dem pH Plex #3 Stabilizer for Relaxer ist erstmals ein weltweit patentiertes Plex-Produkt speziell für relaxtes (chemisch geglättetes) Haar auf dem Markt – eine wöchentliche Pflege, die das Haar zwischen zwei Relaxer-Anwendungen intensiv stabilisiert, hydratisiert und auf molekularer Ebene stärkt. In diesem Artikel erfahren Sie, warum diese Innovation aus der pH Plex Relaxer Serie ein echtes Must-have für alle ist, die ihr geglättetes Haar gesund, glänzend und geschmeidig halten möchten.

Was ist der pH Plex #3 Stabilizer for Relaxer?

Der pH Plex #3 Stabilizer for Relaxer ist eine pflegende Crème aus der pH Plex Relaxer Serie und laut Hersteller das erste und einzige Plex-Produkt, das gezielt für den Einsatz mit Relaxern entwickelt wurde. Formuliert mit dem weltweit patentierten Malic Acid Complex, Antioxidantien, Bonding-Wirkstoffen und naturidentischen Inhaltsstoffen, ist das Produkt vegan, tierversuchsfrei und dermatologisch getestet.

Eine Tube enthält 150 ml (5.0 fl. oz.) und wurde – wie die gesamte pH Plex Serie – in Deutschland hergestellt.

Warum relaxtes Haar eine Spezialpflege braucht

Chemische Glättungen (Relaxer) brechen Disulfidbrücken in der Haarstruktur auf, um die natürliche Krause dauerhaft zu entspannen – ein Prozess, der die Haarstruktur stark belastet. Plex-Produkte sind darauf ausgelegt, genau diese Bindungen zu schützen oder wiederherzustellen und so Haarbruch, poröse Längen und Glanzverlust zu verhindern.

Zwischen den Relaxer-Terminen verliert das Haar jedoch kontinuierlich an Feuchtigkeit und Struktur – genau hier setzt der #3 Stabilizer for Relaxer an, indem er die Wirkstoffe zwischen den Anwendungen auffrischt und den natürlichen pH-Wert des Haars unterstützt.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick

  • Wöchentliche Pflegekur, die das Haar mit Feuchtigkeit und nährenden Antioxidantien versorgt
  • Ergänzt aktive Wirkstoffe zwischen zwei Relaxer-Anwendungen und verlängert so das Behandlungsergebnis
  • Hilft, den natürlichen pH-Wert des Haars zu erhalten
  • Stärkt das Haar auf molekularer Ebene und baut Bindungen gezielt wieder auf
  • Hinterlässt das Haar gesund, geschmeidig und glänzend
  • Global patentierte Malic-Acid-Complex-Technologie als Herzstück der Formulierung

Inhaltsstoffe: Was steckt in der Tube?

Die Formulierung kombiniert pflegende, konditionierende und strukturstärkende Komponenten. Zu den wichtigsten Inhaltsstoffen gehören Sodium Malate (der charakteristische Malic-Acid-Wirkstoff), Cetyl Alcohol, Polyquaternium-37, Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride, Tocopherol (Vitamin E), Amodimethicone und Behentrimonium Chloride. Diese Kombination sorgt für Tiefenpflege, Kämmbarkeit, Glätte und antioxidativen Schutz.

Anwendung: So einfach geht’s

Der #3 Stabilizer for Relaxer wird einmal wöchentlich für 10 Minuten angewendet, um das Haar gesund, hydratisiert und glänzend zu halten.

  1. Haare waschen und handtuchtrocken tupfen, sodass sie nur noch leicht feucht sind
  2. Produkt gleichmäßig auf sauberes, feuchtes Haar auftragen – von den Längen bis in die Spitzen
  3. 10 Minuten einwirken lassen, anschließend gründlich ausspülen und wie gewohnt stylen

Die wöchentliche Anwendung zu Hause ist besonders wichtig, weil sie die Plex-Schutzwirkung bis zum nächsten Salonbesuch aufrechterhält – ein Prinzip, das sich in der Plex-Welt seit Jahren bewährt hat.

Für wen ist das Produkt geeignet?

Der #3 Stabilizer for Relaxer richtet sich gezielt an Menschen mit chemisch geglättetem Haar, die die Ergebnisse ihrer Relaxer-Behandlung langfristig erhalten und ihr Haar vor Folgeschäden schützen möchten. Da pH Plex generell für alle Haartypen geeignet ist und auf den natürlichen pH-Wert von Haar und Haut abgestimmt wurde, eignet es sich auch für empfindliche Kopfhaut.

pH Plex im größeren Kontext

pH Plex ist ein weltweit patentiertes Haarschutzsystem mit einem charakteristischen pH-Wert, das maximalen Schutz und Reparatur für geschädigtes, trockenes, strapaziertes und überbeanspruchtes Haar bietet – sowohl während chemischer Behandlungen als auch danach. Mit der Relaxer-Serie erweitert pH Plex seine Technologie nun konsequent auf ein bislang unterversorgtes Segment im Haarpflegemarkt.

Fazit aus Expertensicht

Der pH Plex #3 Stabilizer for Relaxer füllt eine klare Marktlücke: Wer regelmäßig Relaxer anwendet, kannte bisher keine dedizierte, patentierte Plex-Lösung zur Zwischenpflege. Mit der Kombination aus Malic Acid Complex, Antioxidantien und Bonding-Wirkstoffen bietet das Produkt eine wissenschaftlich fundierte Pflege, die auf molekularer Ebene arbeitet und dabei vegan sowie dermatologisch getestet ist. Für alle, die in relaxtes Haar investieren, ist die wöchentliche 10-Minuten-Routine eine der wirkungsvollsten Möglichkeiten, Ergebnisse langfristig zu sichern.

Warum Relaxer-Haar schneller bricht – und wie pH Plex molecular die Bindungen repariert

April 21, 2026

Chemische Relaxer brechen bei pH-Werten von 12–14 die stärksten Bindungen der Haarfaser auf und verwandeln sie dauerhaft in eine instabilere Form – das ist der eigentliche Grund, warum relaxiertes Haar anfälliger für Bruch, Trockenheit und Elastizitätsverlust ist. pH Plex setzt hier mit einem weltweit patentierten Malic Acid Complex an, der nicht nur Disulfidbrücken adressiert, sondern an alle 21 Aminosäuren des Keratins bindet und so die Faser auf molekularer Ebene wieder stabilisiert.

Die Haarstruktur: Drei Bindungstypen als Fundament

Jedes Haar verdankt seine Festigkeit einem feinen Zusammenspiel aus drei Bindungsarten: Wasserstoffbrücken, die beim Nasswerden gelöst und beim Trocknen neu gebildet werden, Salzbrücken (ionische Bindungen), die empfindlich auf pH-Wert-Änderungen reagieren, und Disulfidbrücken (Schwefelbrücken) als stärkste natürliche Bindungen, die nur durch chemische Einwirkung oder extreme Hitze gespalten werden können. Diese Disulfidbrücken zwischen Cystein-Resten der Keratinketten sind entscheidend für Strukturintegrität, Zugfestigkeit und Elastizität.

Was ein Relaxer chemisch wirklich tut

Ein klassischer Lauge-Relaxer (Natriumhydroxid) oder laugenfreier Relaxer (Calciumhydroxid mit Guanidincarbonat) arbeitet bei einem pH-Wert von 12 bis 14 – einem Bereich, der mit Abflussreinigern vergleichbar ist. Der Prozess läuft in drei Schritten ab: Quellung der Fasern durch die hohe Alkalität, Spaltung der Disulfidbrücken über eine Lanthionin-Bildung (eine irreversible chemische Umwandlung) und anschließende Neuordnung der Proteinstruktur in gestreckter Form. Anders als bei der Dauerwelle bricht der Relaxer die Disulfidbrücke nicht symmetrisch zwischen den beiden Schwefelatomen, sondern erzeugt eine dauerhaft veränderte Aminosäure.

Warum relaxiertes Haar schneller bricht

Die chemische Umwandlung wirkt sich direkt auf die mechanischen Eigenschaften aus: Durch die extreme Alkalität quillt die Faser, die Cuticula-Schuppenschicht wird angegriffen, und die innere Cortex-Struktur verliert an Elastizität. Gleichzeitig werden Lipide und Feuchtigkeit aus dem Haar gespült, wodurch die Fasern trocken, spröde und porös werden. Das Resultat ist ein vermindertes Dehnvermögen – relaxiertes Haar „bricht“ bereits bei Belastungen, die gesundes Haar problemlos aushalten würde, etwa beim Kämmen, Stylen oder Zusammenbinden. Bei dauerhafter Anwendung steigt zudem das Risiko für narbende Alopezie, eine irreversible Schädigung der Haarfollikel.

Der pH Plex molecular-Ansatz: Äpfelsäure statt Einzelpunkt-Reparatur

pH Plex nutzt einen weltweit patentierten Malic Acid Complex auf Basis von Sodium Malate (Äpfelsäure), einer natürlichen Alpha-Hydroxysäure. Der entscheidende Unterschied zu klassischen Bond-Buildern: Während Olaplex (Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate) und Epres (Diethylhexyl Maleate) primär an Cystein-Resten und den klassischen Disulfidbrücken ansetzen, bindet Äpfelsäure an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins Keratin. Genau dieser breite Angriffspunkt ist für relaxiertes Haar relevant, weil dort nicht nur Disulfidbrücken, sondern das gesamte Aminosäure-Gefüge durch die Lanthionin-Bildung gestört ist.

Die Wirkstoff-Architektur im Detail

Die Formulierung kombiniert Reparatur-, Schutz- und Pflegekomponenten, die gezielt auf chemisch gestresstes Haar abgestimmt sind:

  • Sodium Malate (Äpfelsäure) als Kernwirkstoff, der an alle 21 Aminosäuren bindet und die Faser molekular neu vernetzt
  • Tocopherol (Vitamin E) für antioxidativen Schutz gegen freie Radikale, die bei Relaxer-Behandlungen entstehen
  • Glycine, eine körpereigene Aminosäure zur Stabilisierung der Proteinketten
  • Amodimethicone und Guar Hydroxypropyltrimonium Chloride zur Glättung der angegriffenen Cuticula und Verbesserung der Kämmbarkeit
  • Citric Acid zur pH-Regulierung, um die Faser nach dem alkalischen Relaxer wieder in einen physiologischen pH-Bereich zu bringen
  • Cetyl Alcohol und Polyquaternium-37 für Geschmeidigkeit und gleichmäßige Verteilung im Haar

Die Rezeptur ist vegan, tierversuchsfrei, dermatologisch getestet und frei von DEA, Aldehyden, Formaldehyd und Sulfaten.

pH Plex vs. Olaplex vs. Epres – der wissenschaftliche Vergleich

KriteriumpH PlexOlaplexEpres
KernwirkstoffSodium Malate / Äpfelsäure (natürliche AHA) Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate (synthetisch) Diethylhexyl Maleate (synthetisch) 
WirkbreiteBindet an alle 21 Aminosäuren des Keratins Primär Disulfidbrücken (Cystein) Primär Disulfidbrücken 
PatentstatusWeltweit patentiert Patentiert Patent angemeldet 

Warum der Malic-Acid-Ansatz bei Relaxer-Haar besonders passt

AHAs wie Äpfelsäure sind molekular klein genug, um tief in den Cortex einzudringen und dort verlorene Bindungen wieder aufzubauen – ein Mechanismus, der auch in anderen modernen Reparatursystemen als Schlüssel zur Wiederherstellung innerer Haarstruktur gilt. Weil Relaxer-Haar nicht nur Disulfidbrücken verliert, sondern über die Lanthionin-Bildung die gesamte Proteinarchitektur umbaut, braucht es einen Wirkstoff, der nicht nur an Cystein, sondern am gesamten Aminosäure-Spektrum ansetzt – genau die Lücke, die pH Plex mit Sodium Malate schließt. In Kombination mit dem pH-regulierenden Puffer und der Cuticula-Glättung adressiert die Formulierung damit beide Ebenen des Relaxer-Schadens: die innere Vernetzung und die äußere Schutzschicht.

Anwendung im Salonalltag

Bond-Repair-Behandlungen wirken am besten strukturell und regelmäßig: Stark chemisch behandeltes Haar – dazu zählt relaxiertes Haar ausdrücklich – profitiert von ein- bis zweimaliger Anwendung pro Woche, bei moderatem Schaden reicht eine wöchentliche Nutzung. Für Relaxer-Kunden empfiehlt sich der Einsatz von pH Plex 1 Protect direkt im Relaxer-Prozess, um die Schädigung zu minimieren, sowie pH Plex 2 Repair und 3 Bond Maintainer in der Nachbehandlung zur kontinuierlichen Stabilisierung der Faser.

pH-Plex: So reparierst du Färbe-Schäden dauerhaft

März 16, 2026

Dein Haar fühlt sich nach dem Färben oder Blondieren trocken, strohig und brüchig an? Damit bist du nicht allein. Färbeschäden gehören zu den häufigsten Haarproblemen – doch sie lassen sich reparieren. In diesem Ratgeber erfährst du, wie Haarschäden durch Coloration und Blondierung entstehen, warum herkömmliche Pflegeprodukte oft nur die Oberfläche behandeln und wie pH-Plex mit seinem patentierten Aminosäure-Bindungsmechanismus dein Haar von innen heraus dauerhaft stärkt.


Wie entstehen Färbeschäden im Haar?

Um Färbeschäden gezielt zu reparieren, hilft es, zu verstehen, was beim Färben oder Blondieren im Haar passiert.

Haarfärbemittel und Blondierungen arbeiten mit alkalischen Substanzen (z. B. Ammoniak oder Wasserstoffperoxid), die die äußere Schuppenschicht (Kutikula) des Haares öffnen, damit Farbpigmente in die Haarrinde (Cortex) eindringen können. Dabei werden sogenannte Disulfidbrücken und andere Aminosäurebindungen im Haarprotein Keratin aufgebrochen.

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass chemische Behandlungen zu messbaren Schäden an der Haarstruktur führen: Risse in der Kutikula, Abblättern der Schuppen, Abbau von Keratin und eine verringerte mechanische Belastbarkeit des Haares (Malaniuk, 2024, „Medical and Pharmaceutical Approach to Assessing Hair Damage and Safety of Cosmetic Ingredients During Chemical Treatments“, DOI: 10.53933/sspmpm.v4i4.168-1). Der Verlust von Feuchtigkeit und die Verschiebung des natürlichen pH-Werts der Kopfhaut verstärken den Effekt zusätzlich.

Die Folgen: Das passiert mit geschädigtem Haar

  • Brüchigkeit und Haarbruch: Gebrochene Bindungen im Haar machen es anfällig für Spliss und Abbrechen.
  • Trockenheit und Strohigkeit: Durch die geöffnete Schuppenschicht entweicht Feuchtigkeit – das Haar fühlt sich rau und leblos an.
  • Glanzverlust: Gesundes Haar reflektiert Licht gleichmäßig. Beschädigte Kutikula streut das Licht, was das Haar stumpf wirken lässt.
  • Farbverblassung: Offene Schuppen lassen die frisch eingebrachten Farbpigmente schneller wieder entweichen.Kurz gesagt: Wer Färbeschäden nachhaltig reparieren will, muss tiefer ansetzen als nur an der Oberfläche – nämlich an den gebrochenen Aminosäurebindungen im Haarinneren.

Was ist pH-Plex und wie wirkt es?

pH-Plex ist ein weltweit patentiertes 3-Stufen-System (Protect – Repair – Stabilize), das Haar während und nach chemischen Behandlungen schützt und repariert. Der Kernwirkstoff ist hochkonzentrierte Äpfelsäure (Malic Acid), eine Alpha-Hydroxysäure.

Das Besondere: Bindung an alle 21 Aminosäuren

Viele Bond-Repair-Produkte – darunter Olaplex, K18 oder Epres – konzentrieren sich auf die Reparatur von Disulfidbrücken und setzen damit primär an einer einzigen Aminosäure an: Cystein. pH-Plex hingegen bindet durch seinen patentierten Malic Acid Complex an alle 21 Aminosäuren, aus denen das Haarprotein Keratin besteht.

Stell dir das so vor: Während andere Produkte eine einzelne Schraube am Gerüst reparieren, baut pH-Plex das gesamte Gerüst neu auf.

Wissenschaftlich betrachtet ist diese breite Vernetzungsstrategie vielversprechend. Studien zeigen, dass die gezielte Quervernetzung von Aminosäuren in geschädigtem Haar die mechanischen Eigenschaften wie Bruchfestigkeit und Elastizität signifikant verbessern kann (Liu et al., 2023, „Enzymatic Crosslinking of Amino Acids Improves the Repair Effect of Keratin on Hair Fibre“, DOI: 10.3390/polym15092210).

Gezielte pH-Wert-Steuerung

Ein weiterer Vorteil von pH-Plex: Das System steuert aktiv den pH-Wert während der gesamten Behandlung.

  • Schritt 1 (Protect): pH-Wert ca. 9,0 – passt exakt zum Milieu von Haarfarbe und Blondierung.
  • Schritt 2 (Repair): pH-Wert ca. 5,0 – bringt das Haar zurück in den natürlichen, leicht sauren Bereich.

So bleibt die Haarstruktur geschlossen, das Ergebnis gleichmäßig und der Glanz erhalten – ohne dass längere Einwirkzeiten oder stärkere Peroxide nötig wären.


Das pH-Plex 3-Stufen-System: Schritt für Schritt erklärt

Schritt 1: Protect – Schutz während der chemischen Behandlung

pH-Plex 1 Protect wird direkt in die fertige Farb- oder Blondiermischung gegeben. Es schützt die Haarbindungen bereits während des chemischen Prozesses – bevor Schäden überhaupt entstehen.

So wendest du es an:

  1. Haarfarbe oder Blondierung exakt nach Herstellerangabe anmischen (ohne pH-Plex).
  2. Den gesamten Inhalt von pH-Plex 1 Protect in die gebrauchsfertige Mischung geben (ca. 4 ml auf 30 g Produkt bei Profianwendung).
  3. Alles gründlich verrühren, bis sich die flüssige Textur gleichmäßig verteilt hat.
  4. Mischung wie gewohnt auftragen und einwirken lassen – pH-Plex erfordert keine Zeit- oder Stärkeanpassung.
  5. Nach der Einwirkzeit gründlich ausspülen (ohne Shampoo).Wichtig: pH-Plex 1 Protect nie pur direkt auf die Kopfhaut oder ins Haar geben – immer mit einem Produkt (Farbe, Blondierung, Dauerwelle) mischen.

Schritt 2: Repair – Tiefenreparatur nach dem Ausspülen

Nach dem Ausspülen der Farbe folgt pH-Plex 2 Repair als intensive Kur:

  1. Überschüssiges Wasser vorsichtig ausdrücken, das Haar bleibt feucht.
  2. pH-Plex 2 Repair gleichmäßig in Längen und Spitzen einarbeiten, bei stark geschädigten Zonen etwas mehr Produkt verwenden.
  3. Mit einem grobzinkigen Kamm durchkämmen für optimale Verteilung.
  4. 5–10 Minuten einwirken lassen (optional unter Wärmehaube für bessere Penetration).
  5. Gründlich mit lauwarmem Wasser ausspülen.

Schritt 3: Stabilize – Wöchentliche Pflege für zu Hause

Zwischen zwei Färbungen ersetzt pH-Plex 3 Stabilize einmal pro Woche deinen normalen Conditioner:

  1. Haare wie gewohnt mit Shampoo waschen.
  2. Statt Conditioner eine walnussgroße Menge pH-Plex 3 in Längen und Spitzen verteilen.
  3. 5–10 Minuten einwirken lassen und ausspülen.

So wird der aufgebaute Schutz langfristig stabilisiert und die Haarstruktur bleibt kräftig und elastisch.


pH-Plex mit Haarfarbe, Blondierung und Pflegeprodukten kombinieren

Kombination mit Haarfarbe und Blondierung

pH-Plex lässt sich problemlos mit jeder Haarfarbe und Blondierung kombinieren. Entscheidend: Die Rezeptur ist so eingestellt, dass der pH-Wert der Farbe/Blondierung nicht verschoben wird. Das bedeutet:

  • Keine Farbverschiebungen
  • Keine verlängerten Einwirkzeiten
  • Keine stärkeren Peroxide nötig

Kombination mit Shampoo, Conditioner und Masken

Nach einer chemischen Behandlung sieht der ideale Ablauf so aus:

  1. Farbe/Blondierung gründlich ausspülen.
  2. Je nach Herstellerhinweis kurz shampoonieren.
  3. pH-Plex 2 Repair als Kur auftragen (5–10 Min.), ausspülen.
  4. Optional: leichten Conditioner oder Leave-in-Spray verwenden, sofern das Haar nicht bereits durch pH-Plex 2 satt gepflegt ist.Tipp gegen Überpflegen: Achte auf die Gesamtmenge an Protein und Aufbaupflege. Mehr ist nicht automatisch besser – zu viele Produkte können das Haar beschweren und das Gegenteil bewirken.

pH-Plex mit anderen Plex-Systemen (Olaplex, K18 & Co.)

Technisch ist es möglich, verschiedene Bond-Builder nacheinander zu verwenden. Experten empfehlen jedoch, sich für ein System zu entscheiden und dessen Protokoll konsequent zu befolgen:

  • Während einer Behandlung nur ein Bond-System in die Farbe/Blondierung mischen – also entweder pH-Plex 1 Protect oder das Produkt eines anderen Systems, nicht beides.
  • Zusätzliche Pflege (Feuchtigkeitsmasken, proteinfreie Kuren, Öle) kann ergänzt werden, solange du nicht überpflegst.
  • Beim Systemwechsel die Anwendungen zeitlich trennen: nächste Färbung mit pH-Plex, die alte Serie als Home-Care langsam auslaufen lassen.

Keratin-Kuren und bestimmte Plex-Systeme sollten nicht wahllos gemischt werden, da sie unterschiedlich wirken (Füllstoff vs. echte Strukturvernetzung). Die Leitlinie lautet: Ein Hauptsystem wählen und mit klassischer Pflege ergänzen.


pH-Plex vs. Olaplex: Der direkte Vergleich

MerkmalpH-PlexOlaplex
WirkprinzipBindung an alle 21 Aminosäuren (Malic Acid Complex)Reparatur von Disulfidbrücken (Bis-Aminopropyl Diglycol Dimaleate)
AbdeckungGesamtes Aminosäure-NetzwerkPrimär Cystein-basierte Brücken
pH-SteuerungAktiv (Schritt 1: pH 9,0 / Schritt 2: pH 5,0)Keine aktive pH-Steuerung
System3-Stufen (Protect, Repair, Stabilize)Mehrstufig (No. 0–8)
PatentWeltweit patentiertPatentiert
PreisDeutlich günstiger (z. B. Full-Service-Kit ca. 13,99 $)Höher (z. B. No. 3 ab ca. 28 $)
AnwendungKeine Zeitanpassung nötigKeine Zeitanpassung nötig

In einem aktuellen YouTube-Vergleichstest (April 2026) wurde pH-Plex No. 3 direkt gegen Olaplex getestet – mit dem Ergebnis, dass die pH-Plex-Seite besseres Volumen, weniger Frizz und ein natürlicheres Finish zeigte. (Quelle: „Olaplex vs. pHplex No. 3: Which Hair Treatment Is Better?“ auf YouTube)


Neu 2026: BONDrepair – die nächste Stufe der Haarreparatur

pH-Plex erweitert sein Sortiment: BONDrepair ist eine neue Bond-Building-Pflege, die geschädigtes Haar nicht nur während der Salonbehandlung, sondern auch bei der regelmäßigen Anwendung zu Hause gezielt wieder aufbaut.

  • Gezielter Bond-Aufbau auf Basis der patentierten pH-Plex Technologie
  • Tiefenpflege ohne Überpflegen – ideal auch für feines, strapaziertes Haar
  • Ergänzung zum bestehenden 3-Stufen-System: Während pH-Plex 1 & 2 während der Farbbehandlung schützen, sorgt BONDrepair danach für nachhaltigen Wiederaufbau

→ Mehr über BONDrepair erfahren (interner Link)


Häufige Fragen: Färbeschäden reparieren mit pH-Plex (FAQ)

Kann man kaputte Haare nach dem Färben noch retten?

Ja – geschädigtes Haar kann durch gezielte Bond-Repair-Behandlungen spürbar repariert werden. Entscheidend ist, dass du nicht nur die Oberfläche pflegst, sondern die gebrochenen Aminosäurebindungen im Haarinneren wiederherstellst. Genau das leistet pH-Plex mit seiner Bindung an alle 21 Aminosäuren.

Wie oft sollte ich pH-Plex anwenden?

  • Schritt 1 & 2: Bei jeder Färbung oder Blondierung im Salon.
  • Schritt 3: Einmal pro Woche zu Hause als Ersatz für den Conditioner.

Verändert pH-Plex das Farbergebnis?

Nein. pH-Plex ist so formuliert, dass es den pH-Wert der Farbe oder Blondierung nicht verschiebt. Es sind keine Farbverschiebungen, stärkere Peroxide oder längere Einwirkzeiten nötig.

Was ist besser: Olaplex oder pH-Plex?

Beide Systeme sind wirksam. Der entscheidende Unterschied: Während Olaplex sich auf Disulfidbrücken (Cystein) konzentriert, bindet pH-Plex an alle 21 Aminosäuren des Haarproteins und steuert zusätzlich aktiv den pH-Wert. Zudem ist pH-Plex deutlich günstiger.

Kann ich pH-Plex auch ohne Färben als Kur verwenden?

Ja – pH-Plex 3 Stabilize eignet sich als eigenständige wöchentliche Intensivkur für strapaziertes Haar, unabhängig davon, ob du färbst oder nicht.

Ist pH-Plex für jeden Haartyp geeignet?

Ja. pH-Plex wirkt auf molekularer Ebene am Haarprotein Keratin und ist daher für glattes, lockiges, feines und dickes Haar gleichermaßen geeignet. Die Dosierung sollte jedoch an den jeweiligen Haartyp angepasst werden.

→ pH-Plex für jeden Haartyp: So passt du die Anwendung an (interner Link)


Fazit: Färbeschäden dauerhaft reparieren – nicht nur kaschieren

Oberflächliche Pflegeprodukte wie Spülungen und Silikone kaschieren Färbeschäden bestenfalls temporär. Für eine dauerhafte Reparatur müssen die gebrochenen Aminosäurebindungen im Haarinneren wiederhergestellt werden.

pH-Plex setzt genau hier an: Als einziges System mit Bindung an alle 21 Aminosäuren, aktiver pH-Wert-Steuerung und einem durchdachten 3-Stufen-Konzept bietet es maximalen Schutz während der Behandlung und nachhaltige Reparatur danach – zu einem Bruchteil des Preises vieler Konkurrenzprodukte.

Dein Haar verdient mehr als Kosmetik von außen. pH-Plex repariert von innen.

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